Warum sich eine eine Reise nach Brasilien lohnt
Brasilien ist der dominierende Staat in Südamerika. Beinahe sämtliche Länder des Kontinents scheinen sich an die Grenzen des gigantischen Staates zu schmiegen. Die Zahlen sprechen für sich. Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Erde. Hier leben über 195 Millionen Menschen. Ein Teil davon wohnt in den größten Metropolen der Welt, Rio mit beinahe schon bescheidenen sechs Millionen Einwohnern und vor allem Sao Paulo, ganz im Süden, mit knapp 20 Millionen Einwohnern.
Gigant in Südamerika
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Rio erstreckt sich am südlichen Atlantik entlang, reicht nördlich über den Äquator hinweg und südlich über den 30. Breitengrad. Brasilien beherbergt den größten Teil des tropischen Regenwaldes, den mit 6448 Kilometern Länge weltweit längsten Fluss, den Amazonas, enorme Bodenschätze und gravierende soziale Probleme.
Einst von den Portugiesen unter koloniale Herrschaft gebracht, galt Brasilien bis zum Ende des 20. Jahrhundert als eines der ärmsten Länder der Welt. Seit einigen Jahren zählt der Staat zu den aufsteigenden Schwellenländern, die Regierungen in Brasilia begreifen ihr Land als wichtige Regionalmacht.
Republik seit 1891
Die Portugiesen gaben ihren Anspruch auf ihre Kolonie im 19. Jahrhundert auf, schlicht, weil sie ihre Ansprüche nicht mehr durchsetzen konnten. 1822 entließ die Krone Brasilien in die Unabhängigkeit, allerdings als Kaiserreich mit einem portugiesischen Herrschaftsspross an der Spitze. 1891 wurde erstmals eine Republik ausgerufen. Ins 19. Jahrhundert fällt auch eine zählenswerte Auswanderung deutscher Bürger in das südamerikanische Land.
Die Bevölkerung musste in den folgenden Jahren die unterschiedlichsten Herrschaftsformen erdulden, von der Oligarchie in den Bundesstaaten bis zur Militärdiktatur reichte die Palette derjenigen, die sich an dem Staat bereicherten. Erst seit 1985 kann man von Brasilien als Demokratie sprechen. Seither befindet sich das Land auf einem zunächst zögerlichen, später schnellen Aufstieg. Dennoch regiert vielerorts noch die Armut, weltbekannt sind die Favelas, die Armenviertel der Metropolen. Notorisch ist auch die Gewalt von Jugendbanden und Drogenbaronen in den Städten, gegen die selbst die Armee mit schwerem Gerät nicht wirklich ankommt.
Gerade die Städte bieten kulturelle, historische und architektonische Schätze, die das Land für Touristen attraktiv machen. Weltberühmt sind die Strände von Rio de Janeiro, inbesondere die Copacabana, der Zuckerhut und natürlich der Karneval. Im Norden des Landes bietet die Natur atemberaubende Szenarien, und selbst der gewaltige Amazonas lädt Wagemutige zu einer Flusskreuzfahrt ein.





