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Service

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Das System des Hamburger Nahverkehrs (HVV) wirkt für Besucher, auch aus anderen Großstädten, zunächst etwas befremdlich. Einmal durchschaut, erweist sich das komplizierte Tarif- und Streckensystem allerdings als gerechter als ein Einheitstarif. Außerdem ist der HVV relativ preisgünstig. Tageskarten kosten 6 Euro (ab 9 Uhr), für Frühaufsteher 7,50 Euro. Es geht aber noch preiswerter.

Nahverkehr in Hamburg: Im Zweifel die Hamburg Card

Wer in Hamburg zu Besuch ist und sich viele Sehenswürdigkeiten anschauen will, ist meist mit der Hamburg Card (Tageskarte 9,50 Euro) am besten bedient. Wenn Sie das interessiert, finden Sie hier ausführliche Informationen zur Hamburg Card.

Tarife für Einzelkarten

Einzelkarten muss man direkt vor dem Beginn der Fahrt kaufen. Eine Mehrfahrtenkarte gibt es nicht, Stempelautomaten auch nicht. Der HVV erklärt dazu: Die Investition in zusätzliche Automaten und Servicestationen würden sich für die wenigen Einzelfahrscheinnutzer nicht lohnen.

Es gibt für den Stadtbereich 3 Tarife: Kurzstrecke (1,50 Euro), Nahbereich (2,10 Euro) und Großbereich AB (3,10 Euro). Wie weit man im Kurz-und Nahbereich fahren darf, steht jeweils in den Fahrplänen an der Haltestelle bzw. im Bahnhof.

Kurz- und Nahtarife

Kurz- und Nahtarif sind von Haltestelle zu Haltestelle unterschiedlich. Mit diesen Tarifen für kurze Entfernungen kann man jeweils von seinem Standort Einkaufszentren oder andere wichtige Ziele erreichen.

Das ist sinnvoll. So gibt es zum Beispiel in Berlin eine Standard-Entfernung für die Kurzstrecke. Mit den drei Bahn- oder 5 Busstationen erreicht man aber häufig gerade eben nicht das nächste Zentrum.

Der Nachteil beim Hamburger System: Ortsunkundige müssen in Hamburg erst einmal an der Haltstelle studieren, welche Fahrkarte sie brauchen.

Bahnsteigkarte? Ja, so etwas gibt es noch

In Hamburg braucht man eine Bahnsteigkarte. Für die Jüngeren: Das gab es zuletzt bei der Bundesbahn in den 70er-Jahren. Damals musste man einen Groschen bezahlen, wenn man seine Lieben direkt am Bahnsteig abholen wollte.

Dieses Prinzip gibt es jetzt in Hamburg wieder. Das hat einen einfachen Grund: Da es kein Stempelsystem für Einzelkartenbesitzer gibt und man den Bahnsteig nur mit einem gültigen Fahrschein betreten darf, muss man bei den üblichen Kontrollen an den Bahnsteig-Ausgängen irgendwie nachweisen, dass man gar nicht mitgefahren ist. Ob es allerdings wirklich 30 Cent wert ist, den Bahnsteig der Hamburger U-oder S-Bahn zu betreten, sei dahingestellt.

Zeitkarten im HVV

Wie bei den Einzelkarten ist auch das Zeitkartensystem in Hamburg auf den ersten Blick verwirrend. Doch auch hier gilt: Kompliziert, aber gerecht.

Grob gesagt, gibt es zwei Sorten von Zeitkarten: Die Hamburg Card und alle anderen. Für Besucher der Stadt sind meist die Tageskarten und maximal die Wochenkarte interessant.

Liebe Hamburger, Ihnen muss ich das HVV-Abo und die Monatskarten sicher nicht erklären, also bleibt das hier unerwähnt.

Ob sich die Hamburg Card lohnt, erläutern wir hier in einem separaten Beitrag.

Tageskarten im Hamburger Nahverkehr

Bei den Tageskarten gilt grundsätzlich:

  • Tageskarten gelten immer bis 6 Uhr am nächsten Tag
  • der Kauf lohnt sich ab 2 längeren Fahrten (keine Kurz- oder Nahstrecke)
  • die 9-Uhr Tageskarte ist besonders günstig
  • die 9-Uhr Tageskarte gilt Sa, So und an Feiertagen ganztägig auch zwischen 6 und 9 Uhr
  • Gruppenkarten statt zwei Einzelkarten lohnen sich immer ab 2 Personen, die älter als 14 Jahr sind

Wochenkarten in Hamburg

Wochenkarten (26,90 Euro) sind ab 5 Tagen Nutzung billiger als einzelne Tageskarten. Allerdings lohnt sich die Wochenkarte trotzdem nur im Ausnahmefall.

Denn zum einen wird derjenige, der mindestens 5 Tage kreuz und quer durch Hamburg fährt, wohl auch diverse Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten in Hamburg zahlen – und ist dann mit einer Hamburg Card günstiger dabei.

Zudem gibt es die Wochenkarte nicht für Gruppen, und ab zwei Erwachsenen sind dann Gruppen-Tageskarten wieder billiger.

Hamburg Nahverkehr – Empfehlungen

Wem das alles zu kompliziert ist, sollte sich die Hamburg Card für die Dauer seines Aufenthaltes kaufen. Selbst im ungünstigsten Fall ist diese für Besucher der Stadt nur geringfügig teurer als genau ausgerechnete Einzel-und Zeitkarten. Es sei denn, man hat sehr viel Zeit und gute Nerven, verzichtet auf den Nahverkehr und bewegt sich in Hamburg mit dem Auto.

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