Von Silke Böttcher

Seinen Namen verdankt er einer der berühmtesten Brücken der Welt. Kein Wunder – die Golden Gate Bridge ist nur ein kleines Stück vom Golden Gate Park entfernt. Anders als das stählerne Wahrzeichen von San Francisco ist diese Grünanlage eine eher stille Sehenswürdigkeit. Aber eine, deren Besuch sich unbedingt lohnt.

Golden Gate Park - größer als New Yorks Central Park

Das liegt auch daran, dass der Golden Gate Park riesig ist. Mit seinen fünf Kilometern Länge und 800 Metern Breite ist er sogar größer als der berühmte Central Park in New York! Doch die Anlage ist deutlich exotischer.

Angelegt wurde der Golden Gate Park, der heute von der Fulton Street, der Stanyan Street, dem Lincoln Way und dem Great Highway begrenzt wird,  in den 1870er Jahren. Im Westen endet er nahe des Pazifik. Schon das gibt ihm eine besondere Atmosphäre. Was ihn exotisch macht, das sind die Wasserläufe, der Wasserfall und die fast tropisch anmutenden Gärten.

Botanische Gärten und ein viktoranisches Gewächshaus

Mehrere botanische Anlagen sind im Golden Gate Park angelegt. Etwa der Botanische Garten mit dem Strybing Arboretum (geöffnet tgl. ab 9 Uhr), wo 6000 Pflanzenarten zu sehen sind. Das Conservatory of Flowers (geöffnet Di-So, 10-16.30 Uhr) zeigt sogar 15.000 einheimische und exotische Pflanzen. Entstanden ist es schon 1868. Blickfang ist das Gewächshaus im viktorianischen Stil – ein Schmuckstück aus Holz und Glas. Und wer eine schnelle Reise nach Japan machen möchte, der besucht den 1894 angelegten Japanischen Teegarten (9-18 Uhr, in der Winterzeit bis 16.45 Uhr), der einst als japanisches Dorf für eine Ausstellung angelegt und später vom Landschaftsarchitekten Makoto Hagiwara zum Garten erweitert wurde. Pagoden, gebogene Brücken, Steinlaternen, Steinwege, Teiche mit Koi-Karpfen und ein Zen-Garten geben dem Park eine besondere Atmosphäre. Besonders grandios ist der Teegarten aber im März und April, wenn zahllose Kirschbäume in voller Blüte stehen.  

Einen künstlichen Regenwald kann man in der California Academy of Sciences bestaunen – natürlich mit der dazugehörigen Temperatur. Wer sich von diesem atemberaubenden Eindruck erholt hat, der besucht im Museum für Naturgeschichte (geöffnet Mo-Sa, 9.30-17 Uhr, So, 11-17 Uhr), zu dem der Regenwald gehört, auch noch das Planetarium und das Steinhart-Aquarium.

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