Von CS

Trotz oder gerade wegen der Patina und der etwas heruntergekommenen Optik ist Coney Island ein beliebtes Ausflugsziel der New Yorker. Das traditionsreiche Vergnügungsviertel wurde nach jahrzehntelangem Verfall aufgemöbelt. Neue Fahrgeschäfte und Freizeitparks bieten neben traditionellen Schieß- und Imbissbuden Unterhaltung und Fast-Food inmitten von Nostalgie und Schrott-Chic.

Naherholung und Spaßmeile

Coney Island ist Kult. Einst war das Vergnügungsviertel am Strand von Brooklyn Treffpunkt der Reichen. Bereits im 19. Jahrhundert hat sich die Halbinsel zum Naherholungs- und Bespaßungszentrum für die Stadt-Bevölkerung von New York entwickelt.

Rettungsschwimmer und Badegäste am Strand von Coney Island

Besonnung mit Kulisse: Coney Island© Getty

Es sind vor allem Einheimische, die hier der Sommerhitze entfliehen und sich im Atlantischen Ozean abkühlen. Freibäder gibt es in New York City schließlich kaum. Die wenigen Park-Bäder sind oft hoffnungslos überfüllt.

Wo bitte geht's zum Strand?

Wer nicht in die exklusiven, aber teuren Rooftop-Pools der Luxushotels springen will, der flieht mit der Bahn nach Coney Island. Direkt geht es mit den Subway-Linien D, Q, F oder N bis "Coney Island - Stillwell Avenue" (Endstation). Gerade aus der U-Bahn raus, reihen sich die Sehenswürdigkeiten aneinander. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt der größte Stand vom Kult-Fastfood-Laden "Nathan's Hot Dog". (Ein Besuch ist Ehrensache, schließlich wurde hier der Legende nach der Hot Dog erfunden). Nur einen Block weiter betritt man bereits die Strandpromenade, den Coney Island Boardwalk.

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Morscher Charme trifft letzten Schrei

Ein bischen heruntergekommen ist die Gegend mit ihren Buden, Shops und der hölzernen Flaniermeile. Doch genau das macht den Charme von Coney Island aus. Bratwurst, fettdurchtränkte Hot-Dogs und Zuckerwatte gehören hier auf den Speiseplan. Das marod-Modrige lässt sich aus Coney Island nicht wegsanieren und soll es auch gar nicht. Nicht nur Fotografen lieben die Kulisse für Fotoshootings. Auch die New Yorker wollen kein Disneyland auf Coney Island.

Daher hat sich selbst der Innovations-getriebene Bürgermeister Michael  R. Bloomberg den Erhalt des Nostalgie-Faktors auf die Fahnen geschrieben. Auch wenn die meisten Gelder in den Bau von neuen Attraktionen fließen. Seit 2010 hat die Stadt ein fast drei Hektar großes Gelände gekauft und verpachtet. Hier werden die neuen Vergnügungsparks Luna und Scream Zone kontinuierlich ausgebaut. Die "Wiederbelebungsmaßnahmen" sind erfolgreich. Die Besucherzahlen von Coney Island steigen wieder.

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