Von Silke Böttcher

Auf die Frage nach der besten Reisezeit für New York gibt es nur eine Antwort: von Januar bis Dezember. Aber das stimmt nur zum Teil. Denn im Advent ist die Stadt ein bisschen anders als sonst. Da strahlen die 20.000 Lichter des größten Weihnachtsbaums der Welt, läuft man Schlittschuh am Rockefeller Center und fühlt sich – ganz heimlich – wie der Darsteller in einem Weihnachtsfilm. Einem romantischen, natürlich. Dass die Hotelzimmer im Advent teurer sind als sonst im Jahr, das nimmt man hin. Schließlich fliegt man nicht jedes Jahr in dieser Zeit nach New York. Also nichts wie hin!

Schlittschuhlaufen am Rockefeller Center

Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center ist das erste Ziel. Er ist gigantisch und wirkt trotzdem beinahe klein neben den Hochhäusern. Erst im Dunkeln entfaltet er seine wahre Größe – wenn die Lichter leuchten und der große Eiskristall-Stern auf der Spitze des Baumes zu funkeln beginnt. Natürlich muss man auf die Eisfläche. Gerne auch ohne Schlittschuhe. Aber mit Weihnachtsbaum im Blickwinkel. So viel Romantik muss schon sein.

Weiter geht’s durch die Straßen von Manhattan. Jedes Haus ist mit Kränzen, Lichterketten oder Bäumen geschmückt, die Kaufhäuser halten es mit riesigen roten Schleifen und goldenen Engeln. Und mit Weihnachtsliedern, von „Let it snow“ bis „Rudolph the red-nosed reindeer“. Zuhause wäre es bald unerträglich, aber hey, das hier ist New York!

Times Square – Treffpunkt der Stadt

Sehen möchten wir trotzdem viel in den wenigen Tagen in New York. Deshalb spazieren wir jetzt gleich zum Times Square, auf dem ungezählte Werbetafeln um Aufmerksamkeit buhlen, den man so sehr mit New York verbindet wie kaum einen anderen und der immer noch einer der wichtigen Treffpunkte der Stadt ist. Die riesige Leuchtschrift am Gebäude One Times Square zieht die Blicke informiert alle, die es wissen wollen, über die Neuigkeiten des Tages. Zu Silvester wird, exakt eine Minute vor Mitternacht, alljährlich die gewaltige Lichterkugel auf den Platz herabgesenkt, die das neue Jahr anzeigt. Noch ist Silvester Zukunftsmusik – und wir suchen unser nächstes Ziel.

Geballte Sehenswürdigkeiten in der Fifth Avenue

In der nahen Fifth Avenue stehen nicht nur viele Millionärshäuser, sondern auch Bauwerke wie das berühmte Empire State Building, die zauberhafte St. Patrick’s Cathedral, das bizarre Flatiron Building und das eindrucksvolle Guggenheim Museum. Um nur einige zu nennen. Die Straße sorgt schon dafür, dass man sich genug Zeit für sie nimmt. Aber Vorsicht: In der Fifth Avenue in New York kann man in kurzer Zeit viel Geld ausgeben. Schuld daran sind Kaufhäuser wie Tiffany’s und Saks. Wer schon immer mal ein paar Louboutins haben wollte – hier wird er fündig.

Spaziergang durch den Central Park

Anschließend kann man sich im herrlichen Central Park von den Shopping-Strapazen erholen. Und gönnt sich danach einen der vermutlich leckersten Bagels von New York. Absolute Bagels lockt mit Körner-, Blaubeer- oder Jalapeno-Variationen, aber auch den ganz normalen Bagels. Beim Belag ist die Auwahl ähnlich groß – Lachs oder Käse? Eiersalat oder Tofu? Am besten einen gleich essen und einen zweiten (oder dritten) in der Tüte mitnehmen, denn New York macht hungrig.

Schmökern bei Rizzoli

Wer Bücher liebt, der kommt um einen Besuch in Rizzolis Buchshop nicht vorbei. Wo sonst kann man unter schmiedeeisernen Kronleuchtern und neben holzvertäfelten Wänden schmökern? Ohne Buch verlässt kaum jemand dieses Geschäft, und sei es nur, um endlich sein verstaubtes Schulenglisch mit einem guten Roman wieder aufzufrischen.

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