Von Silke Böttcher

Immer wenn es Herbst wird in New Hampshire, setzen die Bäume auf Farbe. Das Grün, das sich bisher kilometerweit erstreckt hat, wird erst durchzogen durch Orange, Knallrot und leuchtendes Gelb, und nach einiger Zeit ist es ganz verschwunden. Was bleibt, ist ein Flammenspiel.

Atemberaubendes Spektakel

Wer jetzt sagt, „das kenne ich doch – Herbstverfärbung eben“, der war noch nie in New Hampshire im Nordosten der USA. Was in Mitteleuropa rot ist, wird hier noch roter, Orange und Gelb leuchten intensiver. Das Spektakel ist so eindrucksvoll, dass es Jahr für Jahr Tausende von Touristen anlockt.

Die Erklärung für das Schauspiel ist einfach, und wie so oft eher nüchtern. Immer im späten Herbst ist es in den Neuengland-Staaten Connecticut, New Hampshire, Maine, Massachusetts, Rhode Island und Vermont besonders warm, nachts aber gibt es schon Frost. Die Verbindung aus Nachtfrost und Tageswärme färbt die Blätter besonders intensiv. „Indian Summer“ wird das Phänomen auch genannt, und für die bunten Blätter haben die Menschen in Neuengland den Begriff „fall foliage“ („Herbstblatt“).

Sicher ans Ziel kommen
Bei der Tour über die Straßen von New Hampshire bietet es sich stets an einen gewissenhaften Blick auf die Karte zu werfen. Analoges und digitales Kartenmaterial für den gesamten Nordamerikanischen Raum gibt es auf www.falkshop.de

"Leaf Peeper" staunen über die bunten Blätter

In New Hampshire hat man sich längst an die Menschen gewöhnt, die ihre Heimat im Herbst heimsuchen und immer wieder am Straßenrand anhalten, um einen besonders schön verfärbten Baum oder Berghang zu fotografieren. „Leaf peeper“ („Blattgucker“) werden die Touristen liebevoll genannt. Und es gibt viel zu gucken. Besonders ins Zeug legt sich der Ahorn, aber auch die anderen Laubbäume halten mit im Wettstreit um die schönsten Farben.

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