Von Sebastian Struwe

Barocke Gebäude neben klassizistischen Bauwerken. Prächtige Bauten aus Kolonialzeiten, enge Gassen, kultige US-Oldtimer. Und dazwischen immer wieder herrliche Live-Musik. Wer durch die Straßen wandelt und diesen Eindrücken erlegen ist, befindet sich in einer der schönsten Städte Lateinamerikas: Havanna, Hauptstadt von Kuba.

Nirgendwo ist man dem unverwechselbaren Flair der Millionenstadt dabei näher als im zentralen Stadtteil, der Altstadt La Habana Vieja. 1982 wurde sie von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt – wer dort war, der weiß warum.

Facettenreiche Metropole

Die kubanische Hauptstadt ist ein facettenreiches Monument jahrhundertelanger Geschichte. Nach ihrer Gründung im Jahr 1515, nur zwei Jahrzehnte nach Christoph Kolumbus’ Entdeckung des amerikanischen Kontinents, stieg Havanna rasant schnell zu einer reichen und wichtigen Handelsmetropole zwischen Amerika und Europa auf. Damals war Santiago noch Hauptstadt der Insel, die nicht umsonst auch als Perle der Karibik bezeichnet wird.

Ein El Dorado der Architektur

Die Kathedrale von Cusco auf der Plaza de Armas

Die Kathedrale von Cusco auf der Plaza de Armas© PA/Arco Images

US-Oltimer und Cocotaxis auf Havannas Straßen

US-Oltimer und Cocotaxis auf Havannas Straßen© PA/dpa

Dabei veränderte sich das Bild der Altstadt von Havanna immer wieder und neue Bauwerke unterschiedlicher Epoche bereicherten Havanna. Die Altstadt ist voller sehenswerter Gebäude, die die Stadtbesichtigung für Kulturinteressierte und Architekturliebhaber zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. So zeugt der Stadtkern noch immer von der Pracht der Vergangenheit. Die Regierung kümmert sich intensiv um die Restaurierung sämtlicher Gebäude, um Touristen auch weiterhin mit einem unvergleichlichen Stadtbild zu begeistern. Der Tourismus ist nicht ohne Grund die Haupteinnahmequelle des Landes.

Rum, Zigarren, Musik

Der Präsidentenpalast ist heute ein Museum

Der Präsidentenpalast ist heute ein Museum© PA/dpa

Genau so wie die Architekturstile verschmelzen auch die unterschiedlichen Kulturen in Havanna. Die Einwohner des Landes haben indianische, afrikanische und spanische Wurzeln. Apropos Kultur: Neben Rum und Zigarren ist Kuba berühmt für seinen Einfluss auf viele Musikstile wie den Salsa, Tango oder Jazz - hier entstand zum Beispiel der Cha-Cha-Cha. Für einen hervorragenden Einblick in die Musikkultur des Landes sorgte Ende der 90er Jahre der Dokumentarfilm "Buena Vista Social Club".   

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