Von Silke Böttcher

Wandern im Algonquin Provincial Park

Von den Campingplätzen oder der Straße aus gibt es im Algonquin Provincial Park unzählige Wanderwege. Sie können sehr kurz sein wie der nicht mal einen Kilometer lange Hardwood-Lookout-Pfad mit einem herrlichen Ausblick über den Smoke Lake, aber auch länger wie der elf Kilometer lange Mizzy-Lake-Pfad, auf dem man auf Holzstegen Sümpfe überquert. Hinzu kommen Fernwanderwege von bis zu 88 Kilometern Länge.

Sightseeing per Boot

Wer die Landschaft des Algonquin Parks lieber an sich vorbeigleiten lassen will, der sollte unbedingt mal ein Boot mieten und über einen oder mehrere Seen fahren. Zwischen den Gewässern gibt es Tragestellen (portages), auf denen man das Boot transportieren kann. Zur Wahl bei den Mietstationen stehen meist Kajaks (schmale Boote mit Doppelpaddel) und Kanadier (offenes Boot, das mit Stechpaddeln bewegt ist und das exakt so aussieht, wie man es aus Wildnisfilmen kennt). Der Überbegriff für beide Bootstypen ist Kanu. Wer sich in ein Kajak wagt, der sollte sich auf ein kleines Abenteuer einstellen, denn das Boot fühlt sich zumindest am Anfang sehr wackelig an. Meist gewöhnt man sich schnell an den Flitzer. Der Kanadier ist weniger wackelig, dafür aber schwerer voranzutreiben, weil man sich mit dem Mitfahrer auf einen Rhythmus einigen muss, um sich nicht im Kreis zu drehen. Eine Schwimmweste ist in jedem Fall empfehlenswert. Der Lohn der Anstrengung ist gewaltig: Die grandiose Landschaft vom Boot aus zu sehen, ist manchmal noch eindrucksvoller als vom Wanderweg aus. Wer leise ist,  kann Wasservögel oder Biber sehen und vielleicht sogar in der Ferne einen Wolf heulen hören - und dieses Geräusch ist beinahe noch ergreifender als der Ruf des Loon.

Besuchszentrum informiert über den Park und seine Natur

Informationen über den Park, der schon vor 9000 Jahren von Menschen besiedelt war, später stark ausgebeutet wurde und 1893  Schutzstatus erhielt, gibt es im Visitor Centre, wo man auch Informationen über die Weymouth-Kiefer bekommt, die im Algonquin-Gebiet einst sehr häufig war, dann aber von den Holzindustrie fast ausgerottet wurde. Erst 1974 einigten sich Naturschützer und Holzindustrie auf bestimmte Bereiche, in denen Holz geschlagen werden darf. Das Besuchszentrum lockt mit einer Ausstellung zur Geschichte des Parks.

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Entdecker-Infos

Info: Zum Befahren des Parks benötigt man ein Park-Permit, das von 7 bis 22 Uhr gültig ist
Anfahrt: von Toronto über Barrie und Huntsville, dann auf dem Highway 60 in den Park
Internet: www.algonquinpark.on.ca