Von Dieter Weirauch

Nirgendwo auf der Welt kann man so umfangreiche Bewässerungskanäle sehen wie auf Madeira. Das dortige Netz der auch Levada genannten Bewässerungskanäle hat eine Ausdehnung von über 2000 Kilometern. Es speist nicht nur die Felder, sondern treibt auch mehrere Wasserkraftwerke an. Damit werden, so die Meinung von Experten, rund 60 Prozent des Energiebedarfs der Insel gedeckt.

Levadas durchziehen Madeira wie ein Spinnennetz

Mit den Kanälen, den einst von nordafrikanischen Sklaven (auch Mauren genannt) angelegten künstlichen Wasserläufen wird das Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im Zentrum der Insel zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet. Die meisten Levadas haben ein geringes Gefälle. Sie führen auch über kleine Brücken und Viadukte und kreuzen Verkehrswege. Der jüngste Kanal wurde 1966 eröffnet, er beginnt in Funchal und verläuft nach Osten. Das Bauwerk ist über 100 Kilometer lang. Es bewässert fast 10.000 Hektar Land.

Wanderwege an den Levadas

Heute sind diese raffiniert angelegten Levadas außer zum Wasertransport auch für Wanderer interessant.  Auf den neben dem Wasserlauf angelegten Wirtschaftspfaden sind an vielen Orten Wanderwege ausgeschildert. Ab und an wird auf den Levadas, in denen man auch baden kann, Holz geflößt. Heute sind noch mehrere hundert Kilometer der Bewässererungskanäle in Privatbesitz. Zahlreiche Wanderungen auf Madeira führen an den Levadas entlang. Auf dem Teilstück zwischen Blandys Garden und Monte bei Funchal kann man auf einem der reizvollsten Wanderwege regelrecht spazieren gehen. Denn die Steigungen sind sehr moderat und eignen sich auch für Anfänger.

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Entdecker-Infos

Infos: http://www.visitmadeira.pt/