Von Christine Neder

Ich glaube, es ist 15 Jahre her, dass ich ein Gebäude betreten habe, das sich Pension nennt. Früher, da war das Wort Pension Synonym für Gastfreundlichkeit und familiäre Atmosphäre. Heute wirkt es eher unmodern und man bekommt ein Bild im Kopf von renovierungsbedürftigen Schlafzimmern mit Stockbetten und Stockbad, die noch Tapeten aus den 60ern an der Wand haben. Ich stehe in Meran in Südtirol, habe eine wunderschöne Sicht auf die Berge mit ihren weißen Spitzen und den Blick auf ein schmiedeeisen Schild, auf dem „Pension Ottmanngut“ steht.

Familiärer Charme und antike Möbel

Ein junger Herr macht mir die Tür auf und nimmt mir sofort meinen Koffer ab. „Willkommen in der Pension Ottmanngut“. Ich betrete das Haus, spüre die Herzlichkeit und den familiären Charme, aber sehe nichts, was mich an 1960er Jahre erinnert. Doch vor zwei Jahren sah es noch genauso so aus wie in meinen schlimmsten Vorstellungen. Die Pension hatte noch Stockbetten, ein Gemeinschaftsbad und keine Heizung. Wenn man heute die Räume betritt, kann man sich das kaum vorstellen. Modernen Komfort mit antiken Möbeln vom bekannten Antikmarkt in Piazzola, die Liebe zum Detail spürt man in jedem Raum der Pension im Herzen von Meran, die unter Palmen und am Fuß eines Weinberges steht, aus dem die Pension auch ihren Wein bezieht.

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Entdecker-Infos

Infos: www.ottmanngut.it/de/