Von Silke Böttcher

Eine der dekorativen Brücken in Venedig

Eine der dekorativen Brücken in Venedig© PA/Martin Parzer

Ein Auto braucht man nicht, wenn man sich in Venedig vorwärtsbewegen will. Eher ein Boot. Und ein bisschen Ehrfurcht, bitteschön. Denn Stadt in Italien trägt den Spitznamen „La Serenissima“ (die Durchlauchtigste). Immerhin war Venedig Republik und als solche eine entscheidende Wirtschaftsmacht, die mit Gewürzen und Luxuswaren handelte.

Der Luxus ist ein bisschen verblasst, aber vielleicht ist es gerade dies, was den besonderen Charme der Lagunenstadt ausmacht. Seit 1987 ist Venedig Teil des Unesco-Weltkulturerbes, und die Stadt tut einiges, um die historischen Bauten zu erhalten.

550 Quadratkilometer groß ist die Lagune von Venedig mit ungefähr 50 Inseln, das historische Stadtzentrum misst etwa sieben Quadratkilometer.  Es besteht aus den Stadtteilen San Polo, Santa Croce, Dorsoduro (mit den Inseln Giudecca, Sacca Fisola und Sacca San Biagio), San Marco (mit der Insel Dan Giorgio Maggiore), Cannaregio und Castello (inklusive der Friedhofsinsel San Michele).

Für den Durchblick in Venedig
Damit man bei der Erkundungstour durch Venedig auch nicht geblendet wird, empfiehlt es sich eine gute Brille im Gepäck zu haben. Die schützt nicht nur die lichtempfindlichen Augen vor UV Strahlung, sondern ergibt einen legeren Urlaubslook. Eine breite Auswahl findet sich mittlerweile auch im Internet u.a. bei Mister Spex. Hier gibt es Designer-Brillen ab 39,90 Euro

Unzählige Inseln und Kanäle

„Stadt“ ist eigentlich ein falscher Begriff, wenn man von Venedig spricht. Es ist vielmehr ein Verbund von Inseln mit dazwischenliegenden Kanälen. Der berühmteste ist der Canal Grande mit der Rialtobrücke und mit den zahllosen Palazzi oder luxuriösen Häusern.

Der wohl berühmteste Ort Venedigs ist der Markusplatz (Piazza San Marco). 175 Meter lang und 80 Meter breit ist er und bietet eine gute Sicht auf die grandiosen Bauwerke, die ihn säumen.  Allen voran der Markusdom (Basilica di San Marco), der bis 1797 zentrales Staatsheiligtum der Republik Venedig war.

Das Gotteshaus ist atemberaubend: Die Fassade ist über und über mit Marmor, antiken Säulen, Skulpturen und Mosaiken geschmückt. Nicht selten sieht man Menschen, die mit offenem Mund auf das Bauwerk starren.

Wer vom Meer aus auf den Markusplatz schaut, sieht neben dem mächtigen Markusturm den prachtvollen weißen Dogenpalast, der teilweise noch Behörden und Ämter der Republik Venedig beherbergt. Das gotische Bauwerk ist ein Blickfang mit seinen verzierten Säulen.

Auch die Zecca, in der seit dem 16. Jahrhundert Münzen geprägt wurden, gehört zu den Sehenswürdigkeiten des Platzes. Wer Venedig besucht, kann über den Lido spazieren, den berühmten Strand von Venedig, der in Thomas Manns „Tod in Venedig“ Erwähnung fand.

Auch die Kirche Santa Maria della Salute ist einen Besuch wert. Und, natürlich: Brücken. Sie spannen sich über die geschätzten 175 Kanäle der Stadt. Mehr als 400 gibt es in Venedig, große und kleine, unbekannte und berühmte.

Die Rialtobrücke über den Canal Grande ist die bekannteste und mit ihren vielen verzierten Bögen auch eine der schönsten. Und es gibt die Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri), die ihren Namen der Tatsache verdankt, dass sie zwischen dem Dogenpalast und einem Gefängnis liegt – vielen Menschen entrang sich ein Seufzer, wenn sie an die vor ihnen liegende Zeit im Gefängnis dachten.

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