Von Silke Böttcher

Besucher im Caffé Sant Eustachio

Besucher im Caffé Sant Eustachio© PA/Lonely Planet Images

Ein Espresso. Klein. Schwarz und stark genug, um die Reisemüdigkeit zu vertreiben. So kann es anfangen, das Wochenende in Rom. Denn wer möchte schon mit müdem Blick durch die ewige Stadt schlurfen, in der es an jeder Ecke so viel zu sehen gibt, dass man Jahre braucht, um wirklich alles kennenzulernen?

Ein Espresso zum Einstieg

Also geht es, kaum sind die Koffer im Hotel abgeladen, auf direktem Wege zu Raimondo und Roberto Ricci. Die Brüder betreiben in der italienischen Hauptstadt ein Café, in dem man das starke Gebräu in besonderer Qualität bekommt. Anders als die Römer, die ihren Espresso scheinbar in einem Schluck nehmen, während er noch kochendheiß ist, gönnt man sich als Tourist mehr Muße. Und wartet ab, bis das Getränk eine Temperatur hat, die nicht den Gaumen versengt. Währenddessen genießt man die Atmosphäre im Café Sant Eustachio: Der Blick wandert von dem uralten Mosaikfußboden über den Tresen und die nur sechs Tische bis zu den Menschen, die mit geschickten Händen Kaffeebohnen rösten oder in die Maschine füllen. Nach einem Schluck – ah! – fühlt man sich angekommen in der Stadt.

Eindrucksvolle Sehenswürdigkeit in Rom: das Pantheon

Wenn die kleine Tasse geleert ist, wäre das Pantheon ein gutes Ziel, denn das berühmte Bauwerk ist nur ein paar Schritte entfernt. Im Stil eines griechischen Tempels steht es seit der Antike in Rom – eine Sehenswürdigkeit, die jeder Rom-Besucher gesehen haben sollte. 43 Meter hoch ist die Kuppel des Pantheons, das Vorbild für den Invalidendom in Paris oder das Kapitol in Washington war. Seit dem Jahr 609 ist es katholische Kirche (Sancta Maria ad Martyres). Wer das Bauwerk betritt, steht erst einmal stumm da und staunt über die schiere Größe des Kuppelraums.

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