Hagia Sophia: Prachtvolle Kirche im Herzen Istanbuls
Sie war Kirche und Moschee – und heute ist sie Museum und eines der Wahrzeichen der türkischen Metropole Istanbul: die Hagia Sophia. Die prachtvolle Kuppelbasilika, die als letztes großes Bauwerk der Spätantike gilt, hat für orthodoxe Christen wie für Moslems eine große Bedeutung.
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Erbaut wurde sie ab 532 auf den niedergebrannten Fundamenten eines Vorgängerbaus. Es heißt, dass der Bauherr, der römische Kaiser Justinian I. , von der Form des Neubaus geträumt habe. Und das muss ein eindrucksvoller Traum gewesen sein, denn Justinian plante nicht weniger als ein Gebäude, wie es seit Adam keines gegeben hatte. 145 Tonnen Gold soll er für den Bau der Hagia Sophia ausgegeben haben. Etwa zehntausend Arbeiter, so heißt es, bauten nach den Plänen des Architekten Anthemios von Tralleis und des Mathematikers Isidor von Milet. Sie brauchten sechs Jahre, bis das prachtvolle Bauwerk fertig war.
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt
Auffälligstes Detail der Hagia Sophia, die neben Bauten wie der Blauen Moschee, dem Topkapi-Palast oder dem Bahnhof Haydarpascha zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Istanbuls gehört, ist die 56 Meter hohe Kuppel von 31 Metern Durchmesser, die schon zu Bauzeiten immer wieder durch Erdbeben beschädigt wurde. Noch heute befassen sich Experten damit, die Kuppel so zu sichern, dass sie bei künftigen Erdbeben stehen bleibt.
Die Hagia Sophia war die wichtigste Kirche des Byzantinischen Reiches. Hier wurden seit dem Jahr 641 die byzantinischen Kaiser gekrönt.
Die Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) im Jahre 1453 durch die Osmanen hatte auch gewaltige Auswirkungen auf die Hagia Sophia: Die Kirche wurde zur Moschee. Viele der christlichen Einrichtungsgegenstände von den Glocken bis zur Dekoration wurden entfernt. Mit Ausnahmen: Sultan Mehmed II. erkannte den Wert vieler christlicher Kunstwerke und sorgte dafür, dass sie nicht zerstört, sondern verhängt oder überbaut wurden. Auch vier Minarette kamen hinzu.
Atatürk machte die Hagia Sophia zum Museum
1934 sorgte der erste Präsident der Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, dafür, dass die Hagia Sophia ein Museum wurde. Historisches wurde freigelegt, ohne Neueres zu zerstören. Besucher staunen über die riesige Kuppel, über die fußballfeldgroße Grundfläche des Gebäudes, über die kleineren Kuppeln und über Mosaike, die etwa den Kaiser Johannes II Comnenos und seine Frau Irene zeigen. Auffällig sind mehrere große Rundschilde mit arabischen Kalligraphien. Im Hof der Hagia Sophia entdeckt man einen Brunnen und fünf Herrschergräber.
Kein Wunder, dass die Hagia Sophia seit 1985 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
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Entdecker-Infos
| Adresse: | Yerebatan Caddesi 2, 34000 Istanbul, Türkei |
| Öffnungszeiten: | Dienstag bis Sonntag, 9 bis 16 Uhr |










