Von Friederike Ostermeyer

Helsinki, die Hauptstadt Finnlands, ist vor allem eines:ästhetisch. Die ganze Stadt wirkt wie ein riesiges Design-Projekt und ist es im Grunde auch. Die schnurgeraden Straßen münden in mit Bäumen gesäumte Plätze oder Parks, die Häuserfronten sind klar, funktional und ohne schnörkeligen Schnickschnack. Die Stärke von Helsinki liegt darin, den Bewohnern Luft zu lassen, und sorgt dafür, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich hier pudelwohl zu fühlen.

Designhauptstadt 2012

Der Sinn für das Schöne steckt den Finnen scheinbar im Blut. In unzähligen Geschäften im sogenannten „Design District“ werden Möbel, Lampen, Glaskunst oder Accessoires von finnischen Designern präsentiert. Hier ist kein Platz für billigen Kitsch und schwerfälligen Ramsch. Was es hier zu entdecken gibt, ist praktisch, funktionell und zeitlos. Schon der alleinige Anblick der hochwertig gestalteten Stücke tut gut. Kein Wunder also, dass Helsinki im Jahre 2012 zur Designhaupstadt gekürt worden ist.

Der weiße Dom – Wahrzeichen Helsinkis

Er bildet das historische Zentrum und gilt als Wahrzeichen Helsinkis – der Weiße Dom am Senatsplatz, Suurkirkko genannt. Erbaut wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts im monumentalen Empirestil, kurz nachdem Helsinki durch einen großen Brand im Jahre 1808 in Schutt und Asche gelegt worden war. Durch die große Freitreppe rund um das Gebäude, den großen Platz und die klare Architektur strahlt der Dom eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Die Finnen selbst sind sich sicher, dass ihr Dom zu den schönsten Gebäuden Skandinaviens gehört. Doch Helsinki hat noch mehr zu bieten: Die Uspenski-Kathedrale mit ihren roten Backsteinen und goldenen Zwiebeltürmen ist die größte orthodoxe Kirche in ganz Skandinavien, liegt auf der Halbinsel Katajanokka und ist über die Brücken vom Marktplatz aus zu erreichen.

Um sich mit den landestypischen Leckereien vertraut zu machen, eignet sich ein Besuch in der großen Markthalle von 1889. Hier kann man sich wunderbar von Stand zu Stand treiben lassen und finnische Köstlichkeiten wie zum Beispiel Brotkäse oder Pulla (ein Hefegebäck) kennenlernen. Zum anschließenden Verdauungsspaziergang geht es in den Botanischen Garten am Rande des Kaisaniemiparks oder an den großen Hafen: Schiffe beobachten.

Das Schweigen der Finnen

Nahezu alle Bewohner Helsinkis sprechen ein perfektes Englisch. Der Berliner Schriftsteller Bertolt Brecht hat einmal gesagt: „Die Finnen, das ist ein Volk, das in zwei Sprachen schweigt.“ Es mag sein, dass die Finnen außerhalb Helsinkis in einem exzellenten Englisch schweigen, doch die Bewohner Helsinkis sind geradezu redselig und helfen gerne orientierungslosen Touristen weiter. Und im Gegensatz zu den Polen, Franzosen oder Italienern, die es gerne hören, wenn Ausländer ein paar Brocken ihrer Sprache beherrschen, erwarten die Finnen das gar nicht erst – es ist schlicht unmöglich, Worte wie „Kärkkäälä“ (das ist der Name eines Ortes) auszusprechen, ohne dass sich die Zunge verknotet. „Besserwisseri“ ist übrigens eines der wenigen Worte, das intuitiv von Deutschen Urlaubern verstanden werden dürfte.

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