Von Friederike Ostermeyer

Skiurlaub bedeutet meistens eine lange Anfahrt. Das kostet Zeit und geht auch ins Geld. Doch selbst auf dem platten Land lässt es sich prima Skifahren. Eines dieser „Skigebiete“ liegt mitten in Niedersachsen an der A7 auf halber Strecke zwischen Hamburg und Hannover. „Snow Dome“ heißt die Skihalle, die seit 2006 am Rande des kleinen Ortes Bispingen in der Lüneburger Heide steht.

300 Meter lange Stahlkonstruktion

Schon von Weitem ist die 300 Meter lange Stahlkonstruktion erkennbar und fast so lang ist auch die sich darin befindende Piste. Hinauf geht es mit Sessellift oder Schlepplift. Oben angekommen schaut man auf das Panorama der Söldener Alpen, welches als Kunstdruck am hinteren Ende der Halle angebracht ist. Diese Skihalle hat einen entscheidenden Vorteil: Hier gibt es keinen Klimawandel, keine Schneestürme und kein schlechtes Wetter. Es herrschen das ganze Jahr über konstante -2 bis -4 Grad – das optimale Klima für den optimalen Skigenuss. Wer sich also keinen langen Skiurlaub leisten kann oder als Profifahrer in Übung bleiben möchte, für den sind solche Skihallen eine gute Alternative. Ebenfalls eignet sich der Snow Dome für Skiinteressierte, die herausfinden möchten, ob diese Sportart für sie geeignet ist. Skikurse werden ebenso angeboten wie die komplette Wintersportausrüstung zum Ausleihen.

Hüttengaudi und Après-Ski

Keine Abfahrt ohne anschließende alpenländische Gemütlichkeit. Kaiserschmarrn und andere Schmankerln werden in der Ötztaler Stube oder in der Almhütte serviert. Kachelöfen, rot-weiß karierte Vorhänge und holzvertäfelte Wände lassen einen fast vergessen, dass man sich noch in Norddeutschland befindet. Und wenn abends die Piste geschlossen wird, steigen an den Wochenenden regelmäßig Apré-Ski-Partys.

Übrigens stellt der Snow Dome seinen Schnee selbst her. Wer sich in seinem Garten schon immer mal ein Iglu oder eine „Eisbar“ für die nächste Party bauen wollte, kann sich hier das zartschmelzende Baumaterial kaufen.

Der Snow Dome ist nicht nur etwas für Skisportler. Für begeisterte Kletterer gibt es zum Beispiel einen Polar-Turm. Mit Eispickel und Steigeisen kann der acht Meter hohe und 64 Tonnen schwere Eiskoloss erklommen werden. Auch gibt es am Rand der Piste eine Rodelbahn und Schlitten-Fans.

Umstellung auf regenerative Energie

Dass Skihallen eine enorme Menge an Strom verbrauchen, ist kein Geheimnis. Deshalb bezieht der Snow Dome seinen Strom seit 2011 aus regenerativen Quellen und konnte so seinen CO2-Ausstoß reduzieren. Außerdem  ist die Skihalle Partner des SOS Kinderdorfs Harksheide. So kommen von jedem verkauften Familienticket 50 Cent der sozialen Einrichtung zugute.

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Entdecker-Infos

Infos und Preise www.snow-dome.de