Von Friederike Ostermeyer

Magdeburg, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, ist weder besonders wichtig, noch besonders schön – das meinen jedenfalls viele, die noch nie da waren. Diejenigen, die diese Stadt kennen, wissen es besser: Magdeburg überrascht. 

 

Kapitel 6: Ein bisschen Aufbruchsstimmung
herrscht hier immer

Magdeburg, die Stadt an der Elbe, hat entweder gar kein Image oder ein schlechtes.  Wer anderen erzählt, er habe einmal dort gewohnt, bekommt oft zu hören: „Das muss schlimm für dich gewesen sein.“ Meistens aber kommt aber nur ein „kenne ich nicht“ als Antwort.

Vor mehr als einem Jahr hat es Magdeburg in den Reiseteil der Frankfurter Allgemeine geschafft, sehr zum Stolz der Bewohner. Noch lange sprach man davon
„endlich mal positiv in der Zeitung gewesen zu sein“. Denn der Autor, der zunächst dachte, er gerät bei seinem Besuch in eine Vorhölle aus Plattenbau, sah sich überrascht.  Am Ende schreibt er: „Auch wir haben das Zerrbild der grauen Platte in der Elbe versenkt“, so gut hat es ihm gefallen.

So wie ihm geht es eigentlich jedem, der Magdeburg besucht. Man merkt schnell: Im Mittelalter gehörte diese Stadt zu den wichtigsten Zentren des Landes. Hier herrschten große Kaiser und forschten bedeutende Wissenschaftler. Zweimal wurde Magdeburg den Erdboden gleichgemacht. Zweimal wurde sie wieder aufgebaut. Ein bisschen Aufbruchsstimmung herrscht hier immer irgendwo und die ist ansteckend.

 

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

 

 

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