Von Dieter Weirauch

Leipzig lässt sich wohl am besten mit einem Blick von oben erkunden. In der Tat ist der Anfang mancher Stadtführung mit „Aufstiegen“ verbunden. Die Aussichtsplattform auf dem City-Tower (als einstiges Unihochhaus auch Weisheitszahn genannt) am Augustusplatz, kann allerdings mit dem Fahrstuhl erreicht werden.

Leipzig von oben erkunden

Hinten ragt der Koloss des Völkerschlachtdenkmals hervor

© Dieter Weirauch

Weit schweift von 120 Meter Höhe der Blick über das eng gedrängte Zentrum und die Gründerzeitviertel bis zu dem nach 1990 aus einstigen Braunkohletagebauen neu entstandenen „Neuseenland“. Zu sehen ist auch das außerhalb im Südosten Leipzigs gelegene Völkerschlachtdenkmal, ein 91 Meter hoher Koloss aus Porphyrgestein.

Dort kann man 364 Stufen hoch hinauf steigen.  Aber zurück zum Augustusplatz. Er ist so eine Art Dreh- und Angelpunkt der Stadt Leipzig. Die Oper und das Gewandhaus stehen sich gegenüber. Wiederstanden ist auch die Paulinerkirche, 1968 gesprengt beherbergt sie heute die Aula der Universität.

Nikolaikirche und friedliche Revolution

an die Ereignisse von 1989 erinnert die Palmenkapitellsäule auf dem Nikolaikirchhof

© Dieter Weirauch

Bestens geeignet für einen Bummel ist die überschaubare und fußgängerfreundliche Innenstadt. Innerhalb eines 3,5 km langen Promenadenringes gelegen, lassen sich hier viele Sehenswürdigkeiten von Leipzig erlaufen. In der nahen Nikolakirche begannen 1989 die Montagsdemonstrationen. Sie gingen hervor aus den Friedensgebeten von Pfarrer Christian Führer und der Nikolaikirchengemeinde. An den Originalschauplätzen, wie der Nikolaikirche, Augustusplatz, Promenadenring sowie dem Museum in der “Runden Ecke” kann man sich auf die Spuren der friedlichen Revolution begeben.

Prächtige Messehäuser und Passagen

Von der Nikolaikirche beginnt auch ein Spaziergang durch mehrere teilweise in prächtiger Jugendstilarchitektur errichtete Messehäuser und Passagen. Die meisten wurden von dem später wegen Betrugs verurteilten Bauinvestor Jürgen Schneider zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts saniert. Nach dessen Pleite setzten andere Investoren die Sanierung fort. Einige Passagen und architektonisch diskussionswürdige Lückenschließungen sind neu entstanden.

Leipzig hat sieben Kabaretts, einige haben in der Innenstadt ihr Domizil. So residiert seit neuestem die "Funzel" in der neuen Passage „Strohsack“. Am bekanntesten aber ist die Mädlerpassage mit dem berühmten Auerbachs Keller. Gleich daneben das sehenswerte Zeitgeschichtliche Forum, in dem sehr anschaulich die Geschichte der DDR und die Ereignisse, die zur Wiedervereinigung führten, dokumentiert werden. Das Forum gehört zum Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

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