Von Sebastian Struwe

Die wichtigste Regel, die Sie sich in Thailand zu eigen machen sollten: Vergessen Sie nie zu lächeln! In Thailand wird immer gelächelt, egal, ob grade etwas kaputt gegangen ist, man kein Wort versteht oder auch, wenn man jemandem einen Wunsch abschlagen möchte. Oder etwa, wenn der Tourist einen Elefanten-Führerschein erwirbt oder mit Büffeln knuddelt. Was das Lächeln bedeutet, lesen Sie hier.

Ein Lächeln für jeden Anlass

Thailand ist uns recht sympathisch. Das mag auch daran liegen, dass die Menschen dort immer freundlich und zurückhaltend und überhaupt nicht aggressiv wirken. Man könnte sich sogar vorstellen, dass die thailändische Fußballnationalmannschaft gegen Österreich verlieren würde. Aus purer Nettigkeit. Und mit einem Lächeln im Gesicht. Denn in Thailand wird immer und zu jedem Anlass gelächelt.

Da ist zum Beispiel das spezielle Lächeln, das man benutzt, wenn man gerade das Auto des besten Freundes zu Schrott gefahren hat. Oder das, wenn man kein Wort davon kapiert, was der lustige Farang, der "Ausländer", einem lang und breit zu erklären versucht. Es gibt ein trauriges Lächeln, ein besänftigendes, ein neugieriges, zustimmendes, zorniges, glückliches und auch eines, das nein bedeutet. All diese Arten zu lächeln unterscheiden sich nur in Nuancen und regeln die Fährnisse des Miteinanders. Denn wer laut und ausfällig wird, verliert sein Gesicht.

Luxuriöses Zeltlager im Goldenen Dreieck

Außer im "Tented Camp" bei Chiang Rai. Da wird fürchterlich gebrüllt, und immer wieder gibt es gehörig was hinter die Ohren. Es ist einer der bezauberndsten Plätze in Thailand. Wir befinden uns hoch im Norden, im Goldenen Dreieck, unterhalb des Mekong. Hier berühren sich die Grenzen von Birma, Laos und Thailand, und der berühmteste Tempel heißt wohl nicht von ungefähr Hall of Opium. Über einem spektakulären Steilufer erstreckt sich das Camp, eine Art luxuriöses Zeltlager für späte Pfadfinder.

Die 15 Pavillons im Stil der Abenteuer-Expeditionen des 19. Jahrhunderts sind eines Sultans würdig. Mittendrin stehen eine majestätische kupferne Badewanne und ein Bett unter dem Moskitonetz für Kuschelstunden. Das romantische Gefühl von Tarzan und Jane im Baumhaus wird noch gesteigert durch die eigentliche Attraktion: die Elefanten. Mahouds, so etwas wie Cowboys für Dickhäuter, kümmern sich rund um die Uhr um ihre Schützlinge, die wiederum ihre Gutmütigkeit zur Verfügung stellen, damit Gäste auf ihnen reiten können.

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