Von Jasch Zacharias

Java ist mit Abstand die bevölkerungsreichste Insel Indonesiens.  Mehr als 130 Millionen Menschen leben hier. Etwa zehn Millionen davon allein in der Hauptstadt des südosiatischen Landes, Jakarta.  Jenseits des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentrums der aus einer Vielzahl von Inseln bestehenden Präsidialrepublik erschließt sich den Urlaubern zum Teil  wilde Natur. 

Vulkane sind eine risikoreiche Attraktion

Die tropische  Sundainsel Java ist größtenteils vulkanischen Ursprungs. Wie auch das gesamte indonesische Archipel gehört es zum Pazifischen Feuerring. Die bekanntesten einer Vielzahl aktiver Vulkane sind die mehr als 3000 Meter hohen Merapi,  Bromo und Semeru. Außerhalb der bis März dauernden Regenzeit werden zahlreiche Trekkingtouren dorthin angeboten. Atemberaubend schön ist auch die Fahrt durchs Land vorbei an Reisterrassen und Teeplantagen. In den äußerst fruchtbaren Ebenen werden auch Kaffee, Tabak und Mais in großen Mengen abgebaut. Büffel und Wasserbüffel dienen dabei als wichtige Helfer für die Bewirtschaftung der Felder sowie als Last- und Transporttiere.

Reiseziel für Millionen ist der Tempel Borobodur

Obwohl etwa 90 Prozent der Einwohner Javas islamisiert sind, ist die berühmteste Tempelanlage der Insel eine buddhistische. Etwa 25 Kilometer entfernt von der Millionenstadt Yogyakarta wurde das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Bauwerk bereits um das Jahr 800 herum vom Mahayana-Mönchen gebaut. Nachdem der auf einem Hügel errichtete riesige Tempel mehrere Hundert Jahre verwilderte, entdeckten ihn Europäer um das Jahr 1830 herum wieder neu. Inzwischen wurde dieses attraktive Reiseziel aufwendig restauriert.

Erdbeben beschädigte Hindu-Tempel Prambanan

Nicht weit entfernt von Borobodur ist auch die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens, Prambanan, zu finden. Leider wurden Teile des ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Bauwerks bei einem schweren Erdbeben im Jahr 2006 zerstört. Dennoch ist Prambanan mit seinen riesigen den Gottheiten Shiva, Vishnu und Brahma gehörenden Schreinen für Besucher geöffnet.

Die Tierwelt auf Java ist bedroht

Auf Java sind eine Vielzahl von Tieren vom Aussterben bedroht. Etwa 150 Java-Leoparden haben auf der bevölkerungsstarken Insel in freier Wildbahn überlebt. Das äußerst seltene Java-Nashorn lebt nur  noch im Ujung-Kulong-Nationalpark. Indes gilt der Java-Tiger inzwischen als ausgestorben. In der Nähe von Menschen wohl fühlen sich auf Java Meerkatzen und Rhesusaffen. Sie sind äußerst intelligent und anpassungsfähig und machen sich gern an Touristen heran, um sich Nahrung zu erbetteln oder keck anzueignen.

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