Von Silke Böttcher

Pekings Verbotene Stadt

Ein Tempel in der Verbotenen Stadt© PA / DPPI

Die chinesischen Kaiser blieben früher lieber unter sich. Mit dem Volk wollten sie bitteschön nichts zu tun haben, jedenfalls nicht, wenn sie zuhause waren. Also zogen sich die gekrönten Häupter in die Purpurne Verbotene Stadt in Peking zurück. Dort wohnten und regierten die Kaiser der Ming- und der Qing-Dynastien mit ihren Haupt- und Nebenfrauen, Konkubinen, Kindern und Eunuchen bis 1911.

Eindrucksvolle Palastanlage in Peking

Bescheiden ist der Komplex im Zentrum der etwa 1200 Kilometer von Shanghai entfernten Hauptstadt Chinas nicht. Schließlich wollten die Herrscher damit ihre Macht demonstrieren. Sie ließen Dächer vergolden und mit gelb glasierten Ziegeln decken, sorgten dafür, dass es außerhalb der Verbotenen Stadt kein Haus gab, das höher war als ihre Palast-Bauten und ließen auf dem 720.000 Quadratmeter großen Areal 890 Paläste und Pavillons mit insgesamt 9999,5 Räumen erbauen – wobei der halbe Raum bloß Symbolcharakter hat. Denn es hieß, 10.000 Räume dürfe nur der Himmel besitzen...

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