Von Jasch Zacharias

Der World Wide Fund for Nature (WWF) hat sie als sein Symbol gewählt. Und bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 fungierten sie als Maskottchen: die Pandas. Um die zur Familie der Bären zählenden Pelztiere vor dem Aussterben zu retten, werden der Große Panda und sein Artverwandter, der Kleine Panda, in ihrer Heimat China seit 1992 geschützt.

Auf einer Fläche von 10.00 Quadratkilometern sind in der Volksrepublik mehr als 40 Reservate für die bedrohten Tiere entstanden. In einem Turnus von zehn Jahren werden die schätzungsweise 1750 noch in freier Wildbahn lebenden Großen Pandas gezählt. Etwa 80 Prozent davon leben im Südwesten Chinas, in der Provinz Sichuan. Zur Forschungs- und Aufzuchtstation der Tiere in Chengdu sowie in einige Reservate sind Reisen, Ausflüge sowie Wander- und Trekkingtouren möglich.

Wanderungen in den  Bambuswald von Sichuan

Bis zu 1,50 Meter misst der Kopfumfang des schwarz-weißen Großen Panda. 42 Zähne hat er, sein einziges Leibgericht ist der Bambus, den wir auch als exotische Zutat für Möbel kennen. Bambus wächst in subtropischen Bergwäldern. Behütet sind die Pflanzen genauso wie der Panda im Reservat Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Im Sommer fressen die bis zu 160 Kilogramm schweren Einzelgänger den Bambus in bis zu 4000 Metern Höhe, im Winter wandern Pandas in die hügeligen Wälder in niedrigeren Lagen hinab.

Reisen nach Chengdu in den Bergwald der Pandas bietet beispielsweise der Berliner Veranstalter Fauna-Reisen an. Für einen Preis von 3150 Euro pro Person (Kinder erhalten eine Ermäßigung) - inklusive KLM-Flug aus Deutschland nach Chengdu, deutschsprachiger Reiseleitung, Übernachtungen, Verpflegung sowie dem Besuch einer Chinesischen Oper -  werden im Jahr drei zweiwöchige Touren (Im April, Juni und September) organisiert. Davon abweichende Individuelle Termine können ab zwei Personen mit einem Aufschlag von 290 Euro vereinbart werden.

Ein Besuch in der Pandaforschungsstation Chengdu

Für solche Touristen, denen eine Trekkingtour in die Berge zu beschwerlich ist, ist ein Ausflug zur Forschungs- und Aufzuchtstation für Pandas Chengdu zu empfehlen. Diese befindet sich etwa zehn Kilometer nördlich der wichtigen Industrie- und Provinzhauptstadt Chengdu. Gleich mehrere Reiseveranstalter bieten Tagestouren zu den Pandas von Chengdu an. Die Reisenden lernen die Tierpfleger und Wissenschaftler persönlich kennen und können die putzigen Bären unter Anleitung füttern.

Auch möglich ist eine Fahrt in die noch schöner gelegene etwa 150 Kilometer von Chengdu  entfernte Forschungsstation Bifengxia. Hier werden die Tiere unmittelbar auf ihre Freilassung in die Reservate vorbereitet.

Visa und Impfungen für China nicht vergessen

Reisende nach China sollten mindestens vier Arbeitstage vor Reiseantritt ein Visum bei der Chinesischen Botschaft in Berlin oder bei den Generalkonsulaten in Hamburg oder München beantragen. Die Kosten für eine einmalige Einreise in die Volksrepublik  betragen pro Person 30 Euro. Die Ausreisesteuer beim Verlassen Chinas in Höhe von 15 Euro sollte auch bedacht werden. Für die Reise ist ferner ein Gesundheitsausweis Bedingung. Denn mit einer ansteckenden Infektion ist die Reise ins Reich der Mitte nicht möglich. Dringend empfohlen für die Reise zu den Pandas in die Provinz Sichuan sind auch Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie eine Malaria-Prophylaxe.

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