Von Silke Böttcher

Tierische Begegnung am Meer

Kamel am Strand© PA / Rob. Harding World Imagery

Vor dem Winter braucht man sich in Kenia nicht zu fürchten. Selbst auf den Bergen ist es selten kälter als zehn Grad, an den Küsten kann man mit sommerlichen Temperaturen zwischen 22 und 32 Grad rechnen. Und mit genug Luftfeuchtigkeit für tropisches Lebensgefühl. Das afrikanische Land ist berühmt für seine Natur – Victoriasee und Masai Mara sind nur zwei von vielen Naturparadiesen in Kenia. Doch auch die Strände sind grandios.

Kenias Hauptstadt Mombasa bildet die Mitte des Küstenabschnitts am Indischen Ozean. Südlich davon locken Sändstrände wie Diani Beach, Tiwi Beach und Shelly Beach, nördlich finden sich Nyali und Bamburi Beach, der Ferienort Malindi und die Insel Lamu. Um nur einige zu nennen.

Kilometerlanger Sandstrand am Diani Beach

Zehn Kilometer weißer Pudersand sind einer von vielen Gründen, sich für Diani Beach zu entscheiden. Ein vorgelagertes Korallenriff sorgt dafür, dass die Wellen des Indischen Ozeans nicht zu hoch werden, Palmen schützen vor der Sonne, die hier in Äquatornähe fast senkrecht steht. Das Meer leuchtet intensiv türkis, die Temperatur liegt selten unter 21 Grad.

Es gibt einige Hotels in unterschiedlichen Preisklassen am Strand von Diani Beach, das etwa 30 Kilometer südlich von Mombasa liegt. Bettenburgen allerdings sucht man vergeblich, obwohl Diani Beach ein beliebter Touristenort in Kenia ist. Zu den bekanntesten Hotels im Ort gehören das Baobab Beach Resort, das Kaskazi Beach Hotel und das Karibuni Rafiki Beach Resort.

Womit man in Diani ebenso rechnen muss wie an vielen Stränden in Kenia, das sind die Strandhändler, die den Touristen Tücher, Kunsthandwerk und anderes anbieten. Was die Urlauber nervt, ist für die Einheimischen oft die einzige Chance, etwas Geld zu verdienen.

Windsurfen an der Küste Kenias

Feinen Sand und ein vorgelagertes Korallenriff gibt es auch in Tiwi Beach, das zudem ein beliebtes Ziel für Schnorchler und Taucher ist. Hier geht es noch etwas ruhiger zu als in Diani Beach. Nur etwa zehn Kilometer nördlich von Mombasa liegt Nyali Beach, ein Treffpunkt von Windsurfern, Schnorchlern und Sonnenanbetern. Wer hier am Strand liegt, wohnt meist in einem der nahen Hotels, Einheimische trifft man abgesehen von Strandhändlern kaum. Abends trifft man sich dann an den Bars oder in den Diskotheken der Hotels.

Ganz in der Nähe von Mombasa liegt auch Bamburi Beach, noch schöner aber ist Shanzu Beach, der von Palmen umsäumt und von Felsen unterbrochen ist. 70.000 Einwohner hat die Stadt Malindi, die etwa 100 Kilometer nördlich von Mombasa liegt und eine lange Geschichte hat. Touristen können sich die Ruinenstadt Gedi aus dem 14. bis 16. Jahrhundert ansehen und ein Steinkreuz. Das erinnert an den portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama, der 1414 in Malindi von Bord ging.

Sehenswert ist auch der Malindi-Meeresnationalpark, zu dem die Küstenabschnitte in diesem Teil Kenias gehören. Seltene Fische vom Doktorfisch bis zum Barrakuda, die Echte Karettschildkröte und zahllose Vogelarten finden dort Rückzugsgebiete. Zum Baden laden gleich mehrere Strände ein, allen voran der drei Kilometer lange Silversands Beach.

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