Von Silke Böttcher

Mehr Esel als Autos – wer das liebt, der sollte unbedingt die Insel Lamu im nördlichen Teil der Küste Kenias besuchen. Die ist nur wenige hundert Meter vom Festland entfernt, aber es scheinen Welten dazwischenzuliegen.

Lamu ist islamisch geprägt dank der Araber aus Oman, die dort einst Handel trieben. Ein Fort in der zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Hauptstadt Lamu Town erinnert noch an diese Zeit. Die verwinkelten Gassen und der Duft nach exotischen Gewürzen in der alten Stadt sorgen dafür, dass man sich direkt in ein Märchen aus 1001 Nacht versetzt fühlt. Dazu kommen die Esel, die als Transporter eingesetzt werden – für Autos sind die Gassen schlicht zu schmal.

Auch Promis lieben Lamu

Auf Lamu kommen zu den arabischen auch noch indische und afrikanische Einflüsse, die ein überwältigendes Gesamtbild ergeben. Kein Wunder, dass sich nicht nur Rucksacktouristen von der Schönheit der Insel anlocken ließen, sondern auch Promis. Mick Jagger war da, Ernest Hemingway und Prinzessin Soraya. Sie alle genossen die Ruhe auf Lamu. Den Anblick der gemächlich grasenden Esel. Die Traumstrände, die mit denen auf dem Festland in Kenia locker mithalten können. Die Hotels mit Infinity Pools. Einige verliebten sich in das nur etwa zehn mal sechs Kilometer große Inselchen, und heute ist Lamu so begehrt, dass die Immobilienpreise besonders im Dorf Shela in die Höhe geschossen sind.

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Wer nur für einen Urlaub bleiben möchte, der findet schöne Hotels – etwa das Peponi Hotel, das Baitil Aman, das Banana House und das The Majlis. Und genießt dann die herrlichen Strände mit guten Wassersportmöglichkeiten und wenig Nachtleben und die grandiose Natur. Letztere ist auf der zum Lamu-Archipel gehörenden Insel Manda noch so ursprünglich, dass man immer mal wieder einem Grüppchen Affen begegnet. Oder Wildhunden. Sogar Löwen und Giraffen leben auf dem Inselchen. Eine große Wildnis auf kleiner Fläche.

 

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