Von Silke Böttcher

Es reicht vom Mittelmeer  im Norden bis zum Kap Agulhas im Süden, vom Atlantik im Westen bis zum Indischen Ozean im Osten. Afrika, das seinen Namen möglicherweise dem Staub (phönizisch „afar“) oder der Sonne (lateinisch aprica = sonnig) verdankt, ist ein Kontinent, dessen Natur so grandios ist, dass man schon vom Nachdenken darüber atemlos wird.

Afrika: Von staubtrocken bis tropisch feucht

Die Sahara ist ebenso Teil von Afrika wie das Kongobecken, die Kalahari genauso wie die Sahelzone und die Namib. Dazu kommen riesige Savannen und gewaltige Flüsse wie der Sambesi und der Limpopo. Staubig und trocken ist Afrika, und gleichzeitig tropisch feucht. Ein Kontinent, den man unmöglich in kurzer Zeit erfassen kann.

Etwa eine Milliarde Menschen wohnen in Afrika, verteilt auf 54 Staaten. Der bevölkerungsreichste ist Nigeria (150 Mio. Einwohner), der bevölkerungsärmste die Seychellen (80.000). Die größte Stadt des Kontinents ist übrigens Kairo (15,7 Mio. Einwohner). Bei einem so gewaltigen Kontinent ist es kein Wunder, dass babylonische Verhältnisse herrschen: Mehr als 2000 Sprachen gibt es, darunter auch englisch und französisch, die vielerorts gesprochen werden. Auf den Seychellen zum Beispiel entstand die Sprache Kreol, die dem Französischen entlehnt ist.

Die Wiege der Menschheit

Aus gutem Grund wird Afrika als Wiege der Menschheit bezeichnet. Denn auf dem Kontinent wurden die ersten menschlichen Spuren entdeckt. Zu Berühmtheit brachte es „Lucy“, deren Skelett 3,2 Millionen Jahre alt ist. Gefunden wurde sie 1974 im Afar-Dreieck in Äthiopien entdeckt. Ihren Namen verdankt sie übrigens dem Beatles-Song „Lucy in the Sky with diamonds“. Legendär ist auch „Little Foot“, der in Sterkfontein (Südafrika) entdeckt worden war.

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