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Weihnachtlicher Besuch auf dem Striezelmarkt Dresden

  • Striezelmarkt: 26.11. bis 24.12.2015
  • Besonderheit: einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands
  • Probieren: den weltberühmten Stollen

Wenn es Advent wird, dann beginnt Dresden zu leuchten. Mit dem Striezelmarkt gibt es in der sächsischen Stat schließlich einen der berühmtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Und einen der ältesten.

Striezelmarkt: der Stollen gab ihm den Namen

Schon 1434 schlenderten auf dem Altmarkt Besucher an Ständen vorbei, heute kommen ungefähr 2,6 Millionen Menschen, um Glühwein zu schlürfen und den weltberühmten Dresdner Stollen zu genießen. Der ist übrigens der Namenspate des Marktes: Striezel bedeutet im Mittelhochdeutschen Stollen, und seit 1617 wird dieses Gebäck auf dem Striezelmarkt angeboten.

Mit einem Tag fing es an

Heute ist längst vergessen, dass der Markt einst nur an einem Tag stattfand und man dort bloß Fleisch kaufen konnte. Denn diese Tradition bestand nicht allzu lang. Bald kamen Handwerker und Händler aus dem Erzgebirge, um ihre Produkte anzubieten, und um 1700 kamen so viele Tage dazu, dass sich der nicht weit von Frauenkirche, Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe und der Semperoper gelegene Striezelmarkt neben dem Nürnberger Christkindlesmarkt und dem Markt in Frankfurt zum bedeutendsten Weihnachtsmarkt in Deutschland entwickelte.

Die größte erzgebirgische Stufenpyramide der Welt

Blickfänge auf dem Striezelmarkt mit seinen 250 Ständen, der alljährlich in der letzten Novemberwoche eröffnet wird und Heiligabend die Pforten schließt, sind der 13,50 Meter hohe erzgebirgische Schwibbogen, durch den man das Marktgelände betritt, und die mit 14,62 Metern höchste erzgebirgische Stufenpyramide der Welt. Und dann wäre da natürlich noch der Weihnachtsbaum, der auf dem Platz steht – was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne ihn?

Stollen, Pfefferkuchen und Pflaumentoffel

Wer den Striezelmarkt in Dresden besucht, der kommt natürlich wegen der Leckereien. Ein Stück Christstollen muss schon  sein, aber auch Pfefferkuchen aus Pulsnitz und Pflaumentoffel, ulkige Männchen aus getrockneten Pflaumen, gehören dazu. Diät halten sollte man nicht, wenn man über den Markt schlendert, denn den vielen Düften kann man nur schwer widerstehen. Für Wärme von innen und außen sorgt ein Becher Glühwein.

Kunsthandwerk an vielen Ständen

Zeit nehmen sollte man sich für die Kunsthandwerks-Stände. Weihnachtsbaumschmuck aus Thüringen, Keramik aus Sachsen, Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge oder Plauener Spitze sind kostbare Weihnachtsgeschenke und eignen sich auch für die Adventsdekoration. Tand sucht man auf dem Striezelmarkt vergeblich, statt dessen kann man Kunsthandwerkern bei der Produktion hauchzarten Weihnachtsschmuckes zuschauen und sich Glaskugeln aus der Glasbläserstadt Lauscha aussuchen.

Feste beim Striezelmarkt

Zu den Höhepunkten des Striezelmarktes gehören gleich mehrere Feste – an sämtlichen Wochenenden wird gefeiert. Kurz nach der Eröffnung (2015: 28. November) findet das Pflaumentoffelfest statt. Ab 14.30 Uhr erfährt man auf dem Markt viel über die Figur, die aus 14 getrockneten oder gebackenen Pflaumen, Holzstäben, einer Papierkugel, einem Zylinder aus Pappe, einer Papierleiter und einem Umhang besteht.

Stollenprozession mit Riesenstollen

Beim Pfefferkuchenfest (29. November, ab 14.30 Uhr) wird die neue Pfefferkuchen-Prinzessin gekürt und der Oma-und-Opa-Orden 2015 verliehen. Das Dresdner Stollenfest (5. Dezember, ab 10.30 Uhr) steht ganz im Zeichen des berühmten Gebäcks. Es gibt eine Stollenprozession mit einem tonnenschweren Riesenstollen durch die Altstadt, anschließend wird das Gebäck angeschnitten und auf dem Markt verkauft.

Sternstunden und Pyramide

Sternstunden“ gibt es am 11. Dezember (ab 15 Uhr) – mit preisgünstigen Angeboten an den Ständen, die alle mit großen Sternen gekennzeichnet sind. Ein Kulturprogramm umrahmt den Tag. Beim Pyramidenfest (12. Dezember, ab 13.30 Uhr) dreht sich alles um die 14 Meter hohe Pyramide – sie spielt an diesem Tag die Hauptrolle auf dem Markt.

Schwibbogen und Bergweihnacht

Einen Tag später (13. Dezember, ab 13 Uhr) findet das Schwibbogenfest statt – der berühmte Dresdner Schwibbogen ist der größte begehbare der Welt. Mit Weihnachtsmusik und Geschichten wird er an diesem Tag besonders geehrt. Weihnachtsgrüße aus der Lausitz gibt es eine Woche später (18. Dezember, ab 15 Uhr). An dem Tag erfährt man viel über sorbische Weihnachtsbräuche, Lieder und Geschichten.

Am letzten Adventswochenende finden die Bergmannsweihnacht (19. Dezember, ab 12 Uhr), die mit einem Umzug Trachten tragender Bergmänner gefeiert wird, und der Tag der Kreuzkirche (20. Dezember, ab 15 Uhr) statt.

Erlebniswelt für Kinder

Für Kinder gibt es in der Kindererlebniswelt viel zu erleben, von Puppentheater über Fahrten mit der Kindereisenbahn und dem nostalgischen Etagenkarussell bis zur Weihnachtsbäckerei und dem Wichtelkino. Spannend ist der Moment (ab 1. Dezember täglich um 16.15 Uhr), wenn ein neues Türchen im Adventskalender geöffnet wird. Auch einen Weihnachtsmann-Briefkasten und Märchenstunden gibt es.

Weitere Märkte in Dresden

Wer noch mehr Weihnachtsmarkt in Dresden sehen möchte: Auch auf dem Neumarkt an der Frauenkirche, im mittelalterlichen Stallhof, in der Prager und der Hauptstraße gibt es Märkte, und den ganzen Dezember über öffnet auf der Cockerwiese 1000Funkel – die Funkelstadt mit zahllosen weihnachtlichen Angeboten.

Striezelmarkt – Entdecker-Infos

  • Adresse: Altmarkt, Dresden
  • Parken: Tiefgaragen Altmarkt, Altmarkt-Galerie, Karstadt, Pirnaischer Platz, Ferdinandplatz
  • Öffnungszeiten 2015: tgl. 10-21 Uhr
  • Marktplan: unter dem blau unterlegten Link

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Dresden.

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