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Bali – Urlaub auf der indonesischen Trauminsel

  • Bali-Urlaub: Indonesiens wichtigstes Touristenziel
  • Besonderheiten: Traumstrände, üppige Natur, Tempelanlagen
  • Ziel für: Sonnenanbeter, Taucher, Naturliebhaber

Vier Millionen Touristen pro Jahr können nicht irren: Bali ist ein Traumziel. Kein Gebiet in Indonesien zieht so viele Gäste an wie die Insel, die nur etwa zweieinhalb Kilometer von Java entfernt liegt. Die westlichste der Kleinen Sundainseln ist bergig, grün und von traumhaften Stränden umsäumt.

Bali Urlaub: Strände für jeden Geschmack

Wen es vor allem an die Strände auf Bali zieht, der hat auf der 95 Kilometer langen und 145 Kilometer breiten Insel eine große Auswahl. Der bekannteste Badeort ist Kuta, der allerdings sehr belebt ist. Ruheliebende legen sich lieber in Jimbaran an den Strand, und wer es ganz still mag, der wählt die Strände bei Amed im Nordosten Balis. Konkurrenz machen ihnen die Sandstrände auf der Schwesterinsel Lombok.

Abstecher zu Denpasars Sehenswürdigkeiten

Allerdings wäre es schade, die Zeit nur am Strand beim Sonnen oder Schnorcheln vor der Küste Balis zu verbringen, denn die Insel der Götter hat sehr viel mehr zu bieten. Die Hauptstadt Denpasar im Süden Balis gehört nicht unbedingt dazu, weil sie sehr laut und hektisch ist. Ein paar interessante Ziele in der Stadt gibt es aber trotzdem. Etwa den Reichstempel Pura Jagatnatha, den Tempel Barunas, die Schildkröteninsel Serangan und das Art Center, in dem sich alljährlich im Sommer die balinesischen Kunstformen vorstellen. Auch der Badeort Sanur mit einem der schönsten Strände Balis gehört zu Denpasar.

Ausflug zum Meerestempel

Die meisten Touristen verbinden bei ihrem Urlaub auf Bali Strand und Kultur und machen Ausflüge zu den unzähligen eindrucksvollen Tempeln auf der Insel. Zu den bekanntesten gehört Pura Tanah Lot, der Meerestempel der Erde, der nahe Tabanan, etwa 30 Kilometer westlich von Denpasar, steht. Erreichen kann man ihn nur bei Ebbe, denn er steht etwas vom Ufer entfernt auf einer Insel. Betreten dürfen ihn nur Gläubige, aber anschauen sollte man ihn trotzdem. Besonders bei Sonnenuntergang ist sein Anblick eindrucksvoll – auf der Tanah Lot Sunset Terrace kann man das Spektakel bei einem Kokosnusswasser. Info: www.tanahlot.net

Weniger bekannt ist die Tempelanlage Pura Luhur Batukau, das mitten im Urwald am Fuße des erloschenen Vulkans Gunung Batukau liegt. Das Heiligtum ist dem Gott des Berges Batukau gewidmet.

Pura Besakih – das wichtigste Heiligtum der Insel

Ganz weit oben, in fast 1000 Metern Höhe am Südwesthang des Berges Gunung Agung, liegt das wichtigste Heiligtum Balis: der Muttertempel Pura Besakih. Er besteht aus 200 Gebäuden und vielstufigen Tempeltürmen, „meru“ genannt. Sie verteilen sich auf sieben Ebenen. Der wichtigste Bereich, Pura Penataran Agung, liegt in der Mitte. Er ist dem Gott Ida Sanghyang Widhi Wasa und seinen Erscheinungsformen Brahma, Shiva und Vishnu besteht. Dieser Bereich ist für Ausländer nicht zugänglich.

Eintritt nur mit Sarong

Empfehlenswert ist es, einen Guide zu engagieren, der Touristen durch den Komplex führt. Das Heiligtum darf nur mit einem Sarong betreten werden (das Kleidungsstück kann man für umgerechnet fünf bis zehn US-Dollar kaufen oder auch leihen). Beste Zeit für einen Besuch ist der frühe Morgen, dann ist es noch nicht so voll. Adresse des Tempels: Desa Besakih, Kecamatan Rendang, Karangasem.

Balis wichtigster Berg

Der Vulkan Gunung Agung („Großer Berg“) ist mit 3142 Metern Balis höchster Gipfel. Für die Balinesen hat er eine besondere Bedeutung: Für sie ist der von beinahe überall sichtbare Berg der Sitz der hinduistischen Götter. Die Gegend um ihn herum ist äußerst fruchtbar, aber der Gunung Agung hat auch schon seine böse Seite gezeigt: Als der Vulkan 1963 zum letzten Mal ausbrach, starben 2000 Menschen. Die Menschen zeigen dem Sitz der Götter ihre Ehrfurcht auf ihre Weise: Sie bauen ihre Tempel in Richtung Gunung Agung.

Wanderung auf den Gunung Agung

Bei einer Reise nach Bali kann man den Gunung Agung besteigen, man sollte aber einen Guide engagieren. Die Wanderung vom Muttertempel Besaikh zum Krater dauert etwa sieben Stunden. Wer den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Gunung Agung erleben will, sollte nachts starten – die Strapazen aber lohnen sich, denn der Weitblick beim Sonnenaufgang ist atemberaubend. Später ist der Berg häufig von Nebelwolken umgeben.

Aufstiege gibt es sowohl vom Pura Besakih, als auch vom Tempel Pura Pasar Agung bei Selat. Bitte beachten: Ausreichend Wasser, eine Jacke gegen Kälte, feste Schuhe, Lebensmittel, eine Stirn- bzw. Taschenlampe und Sonnenschutz sind wichtig. Angeboten wird die Tour z.B. vom Unternehmen Bali Trekking Touren (www.balitrekkingtour.com).

Künstlerort Ubud

Zu den weiteren lohnenswerten Stationen eines Bal-Urlaubs gehört der Ort Ubud, der nicht nur einen prachtvollen Tempel hat, sondern auch viel Kunst. Im 20. Jahrhundert kamen Künstler, die sich von der Natur inspirieren ließen, in den 26 Kilometer nördlich von Denpasar gelegenen Ort – und der Andrang hat nicht nachgelassen. Auch ausländische Künstler kamen nach Ubud, darunter der deutsche Maler Walter Spies und die Schriftstellerin Vicky Baum, die dort ihren Roman „Liebe und Tod auf Bali“ schrieb.

Besuch im Affenwald

Heute ist Ubud das kulturelle Herz Balis und ein beliebtes Ziel für Touristen. Die kommen auch wegen des Affenwaldes, der nur ein paar Kilometer entfernt ist. Hauptsächlich Makaken bevölkern den Wald, der offiziell Padangtegal Mandala Wisata Wanara Wana Sacred Monkey Forest Sanctuary heißt – und weil die Tiere von Menschen gefüttert werden, sind sie alles andere als scheu (Vorsicht mit Brillen, Mützen, Handys und anderen losen Gegenständen, sie werden gern von den Makaken stibitzt).

Steinfiguren und ein Affengott

Es ist ein Erlebnis, durch den Wald zu spazieren und den Affen zu begegnen. Die sind auf Bali übrigens heilig, die Menschen sehen sie als Nachkommen des Affengottes Hanuman, der ein Helfer des Hindugottes Rama ist. Die Anlage ist auch sonst sehr sehenswert, überall sieht man kunstvolle Statuen und Steinfiguren, außerdem mehrere Tempel. Sie liegt am südlichen Ende der Monkey Forest Road. Infos: www.monkeyforestubud.com

Bali-Urlaub: Grandiose Natur an Land und unter Wasser

Natürlich gehört auch die Natur zu den Attraktionen eines Bali-Urlaubs. Es gibt tropische Nebelwälder, Mangrovenwälder, Feuchtsavannen, Lavalandschaften und Korallenriffe mit unzähligen Fisch- und anderen Tierarten. Zu den besonderen Tierarten an Land zählen die schon erwähnten Affen, Echsen, Wildrinder und der seltene Balistar, ein Vogel, den es nur auf der Insel gibt. Und dann wäre da noch die Küche, die indisch und arabisch inspiriert ist und die man unbedingt ausprobieren sollte. Sie könnte eine Liebe fürs Leben werden – so wie Bali selbst.

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