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Tobago: Uralter Regenwald und Bilderbuchstrände

Offiziell treten die Karibik-Inseln Trinidad und Tobago, die südlichsten der Kleinen Antillen, immer im Doppelpack auf – die Inseln bilden einen gemeinsamen Staat. Während Trinidad als Geburtsstätte des Calypso und der Steelpan und als zweitgrößte Karnevalshochburg hinter Rio de Janeiro sonst eher im Rampenlicht steht, ist das wesentlich kleinere Tobago bekannt für seine  eindrucksvollen Korallenriffe, den Rückzugsort der seltenen Lederschildkröte und das vermutlich älteste Naturschutzgebiet der Welt.

Berühmte Strände auf Tobago

Legendär sind aber auch die Strände auf Tobago. Der berühmteste heißt Pigeon Point und ist mit seinen ausladenden Palmen, dem schneeweißen Sand und dem Steg mit einer palmgedeckten Hütte darauf eines der beliebtesten Fotomotive der Karibik. Vollkommen zu Recht!

Traumstrand Englishman’s Bay

Die Einheimischen, die den Bilderbuchstrand im Prinzip jeden Tag sehen könnten, mögen andere Strände noch lieber: die Englishman’s Bay bei Castara zum Beispiel oder ein Stück zwischen Stone Haven Bay und Mt. Irvin Bay, das man nur findet, wenn man eine genaue Beschreibung hat – gute Kontakte zu Einheimischen können also sehr hilfreich sein. Auch die Pirates Bay hat gute Chancen auf einen Platz ganz oben in der Liste der schönsten Strände. Zumal der Name die Phantasie anregt. Gab es hier vielleicht mal Seeräuber?

Die Bloody Bay – und das Geheimnis ihres Namens

Schließlich findet sich auf Tobago auch noch eine Bloody Bay, die an blutige Schlachten denken lässt. Deren Name aber hat einen ganz harmlosen Ursprung: In der Bucht wurden früher Mangroven gefällt, deren Saft das Meer blutrot färbte. Pirates Bay aber könnte tatsächlich mit Seeräubern zu tun haben – ein geeignetes Rückzugsgebiet wäre es jedenfalls. Heute ziehen sich dorthin hauptsächlich die sehr seltenen Lederschildkröten zurück, manchmal kann man sie sehen.

Geschichte und alte Häuser in Scarborough

Wer Tobago besucht und sich nur auf die Strände beschränkt, genießt zwar einen Urlaub der paradiesischen Art, aber er verpasst viel.  Die Inselhauptstadt Scarborough etwa, in der knapp 16.000 der 55.000 Bewohner Tobagos leben. Hier gibt es einige hübsche  Bauwerke, etwa die sogenannten Gingerbread-Häuser im kreolischen Zuckerbäckerstil in der Bacolet Street, der Botanische Garten nahe der Burnett Street und das Fort King George, das 1777 erbaut wurde, zwischenzeitlich als Gefängnis und Krankenhaus diente und heute Sitz des Nationalmuseums ist.

Die Geschichte Tobagos

Und das wäre der Moment, sich ein bisschen mit der Geschichte Tobagos zu beschäftigen. Entdeckt wurde die Insel 1498 von Christoph Kolumbus, der sie „Bella Forma“ nannte. Den Namen Tobago, der vermutlich vom Wort „Tabak“ abgeleitet wurde, trug sie mehrfach, wurde aber zwischenzeitlich in Nieuw Walcheren und Neukurland umbenannt. Frankreich und Großbritannien stritten sich um die Insel, Piraten spielten auch eine Rolle – ruhiger ging es erst zu auf Tobago, als die Insel 1814 endgültig Großbritannien zugesprochen wurde. Seit 1958 sind Trinidad und Tobago unabhängig.

Mit dem Glasbodenboot zum Korallenriff

Mindestens so spannend wie die Geschichte Tobagos ist die Natur. Wer schon immer mal das Meer vom Glasbodenboot aus sehen wollte, sollte zum Buccoo Reef, dem nahe Pigeon Point gelegenen Korallenriff, fahren. Dort kann man herrliche Blicke auf das Leben im Wasser erleben. Außerdem kann man schnorcheln und Bootstouren unternehmen.

Berühmt ist auch der Argyle-Wasserfall im Süden Tobagos. Der ist so schön, dass man heute für den Besuch Eintritt zahlen muss. Dafür kann man in den kleinen Wasserbassins baden.

Grandioser Regenwald auf Tobago

Genug Zeit sollte man auch dem Regenwald auf Tobago widmen, der seit 1764 geschützten Main Ridge Forest Reserve and Creation Site. Das auch zum Unesco-Weltnaturerbe gehörende 3958 Hektar große Gebiet gilt als der älteste unberührte Regenwald der westlichen Hemisphäre und lässt sich gut bei einer geführten Wanderung erkunden.

Weitere Infos über Tobago: http://gotrinidadandtobago.com/

Hier finden Sie weitere Reisetipps für die Karibik

Thalia.de

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