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Golden Gate Park: San Franciscos grüne Lunge

Seinen Namen verdankt er einer der berühmtesten Brücken der Welt. Kein Wunder – der Golden Gate Park liegt nur ein kleines Stück von der Golden Gate Bridge entfernt. Anders als das stählerne Wahrzeichen von San Francisco ist diese Grünanlage eine eher stille Sehenswürdigkeit. Aber eine, deren Besuch sich unbedingt lohnt. Informationen finden Sie am Ende dieses Textes.

Golden Gate Park – größer als New Yorks Central Park

Eine Besonderheit ist die unglaubliche Größe des Golden Gate Parks. Mit seinen fünf Kilometern Länge und 800 Metern Breite ist San Franciscos Lieblings-Garten (13 Millionen Besucher pro Jahr) sogar größer als der berühmte Central Park in New York! Doch die Anlage ist deutlich exotischer.

Angelegt wurde der Golden Gate Park in den 1870er Jahren. Im Westen endet er nahe des Pazifiks. Die California State Route (CA 1) durchschneidet ihn ungefähr in der Mitte – wer ihr folgt, erreicht wenig später die Golden Gate Bridge. Aber zurück zum Park: Die Lage am Meer gibt ihm eine besondere Atmosphäre. Was ihn exotisch macht, das sind die Wasserläufe, der Wasserfall und die fast tropisch anmutenden Gärten.

Botanische Gärten und ein viktoranisches Gewächshaus

Mehrere botanische Anlagen sind im Golden Gate Park angelegt. Etwa der Botanische Garten mit dem Strybing Arboretum, wo 6000 Pflanzenarten zu sehen sind. Das Conservatory of Flowers zeigt sogar 15.000 einheimische und exotische Pflanzen. Entstanden ist es schon 1868. Blickfang ist das Gewächshaus im viktorianischen Stil – ein Schmuckstück aus Holz und Glas.

Japanischer Teegarten

Und wer eine schnelle Reise nach Japan machen möchte, der besucht den 1894 angelegten Japanischen Teegarten, der einst als japanisches Dorf für eine Ausstellung angelegt und später vom Landschaftsarchitekten Makoto Hagiwara zum Garten erweitert wurde. Pagoden, gebogene Brücken, Steinlaternen, Steinwege, Teiche mit Koi-Karpfen und ein Zen-Garten geben dem Park eine besondere Atmosphäre. Besonders grandios ist der Teegarten aber im März und April, wenn zahllose Kirschbäume in voller Blüte stehen.

Besuch in einem künstlichen Regenwald

Einen künstlichen Regenwald kann man in der California Academy of Sciences bestaunen – natürlich mit der dazugehörigen Temperatur. Wer sich von diesem atemberaubenden Eindruck erholt hat, der besucht im Museum für Naturgeschichte, zu dem der Regenwald gehört, auch noch das Planetarium und das Steinhart-Aquarium.

Renzo Pianos grandioser Museumsbau

In der Academy im Golden Gate Park wird geforscht – besonderes Augenmerk wird auf Naturschutz, Ökologie und Biodiversität gelegt. Entstanden ist das Institut schon 1853. Ein besonders spektakulärer Teil der Academy aber ist neu: Nach dem Erdbeben von 1989, das viele Bauwerke zerstörte, schuf der italienische Stararchitekt Renzo Piano ein so futuristisches wie nachhaltiges Gebäude, mit einem „lebenden Dach“, zehntausenden Photovoltaikzellen, einem Regenwasser-Sammelsystem und mit einer Isolation, die aus recycelten Jeans besteht.

Kunst aus aller Welt im M. H. de Young Memorial Museum

Auffällig ist auch das M. H. de Young Memorial Museum, das 1895 nach der California Midwinter International Exposition gegründet wurde und Kunst aus Afrika, Ozeanien und den USA enthält. Zu sehen sind hier unter anderem Werke von Georgia O’Keefe und Thomas Cole. Das Gebäude aus Kupfer, Stein, Holz und Glas mit dem 43 Meter hohen in sich gedrehten Turm entstand 2005, nachdem das Erdbeben von 1989 den Vorgängerbau zerstört hatte. Benannt ist das Museum nach dem Zeitungsverleger Michael H. de Young, der bei der Ausstellung eine führende Rolle gespielt und sich auch für die Einrichtung des Museums stark gemacht hatte.

Kostenlose Sonntags-Konzerte im Music Concourse

Wer sich all die Museen angeschaut hat und zufällig an einem Sonntag im Golden Gate Park ist, der sollte den Music Concourse besuchen, der zwischen der Academy of Sciences und dem de Young Museum liegt. Im Sommer gibt es hier immer sonntags kostenlose Konzerte – und bis zu 20.000 Menschen hören zu. Zum Concourse gehört auch noch ein Picknick-Platz.

Bootstouren und Weitblick über San Francisco

Zu den weiteren Lieblingsbeschäftigungen im Golden Gate Park gehört, sich am Stoke Lake, dem größten See im Park, ein Boot zu mieten und zum Strawberry Hill in der Mitte zu fahren. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf San Francisco und den Pazifik. Oder man sucht sich ein ruhiges Plätzchen im üppigen Grün des Parks und guckt ein Weilchen in den Himmel. Die Großstadt fühlt sich hier sehr weit weg an. Sehenswürdigkeiten wie Fisherman’s Wharf, Lombard Street oder Haight Ashbury können ja bis morgen warten.

Golden Gate Park und Museen: Infos für Besucher

  • Lage: zwischen Fulton Street, Stanyan Street, Lincoln Way und Great Highway
  • Botanischer Garten: 9th Ave and Lincoln Way, Parkplätze vorhanden, geöffnet tgl. ab 7.30 Uhr (letzter Eintritt variiert je nach Jahreszeit zwischen 16 und 18 Uhr. Eintritt 7, erm. 5 Dollar. www.sfbotanicalgarden.org
  • Conservatory of Flowers: 100 John F. Kennedy Dr., Parkplätze vorhanden. Geöffnet Di-So, 10-16.30 Uhr. Eintritt: 8, erm. 5 Euro, www.conservatoryofflowers.org
  • Japanischer Teegarten: 75 Hagiwara Tea Garden Drive, Parkplätze vorhanden. Geöffnet tgl. 9-18, im Winter bis 16.45 Uhr. Eintritt: Mo/Mi/Fr freier Eintritt vor 10 Uhr. Sonst 7, erm. 5 Euro. www.japaneseteagardensf.com
  • California Academy of Sciences: 55 Music Concourse Drive. Parkplätze vorhanden. Geöffnet Mo-Sa, 9.30-17 Uhr, So, 11-17 Uhr. www.calacademy.org
  • M. H. de Young Museum: 50 Hadiwara Tea Garden Drive, Parkplätze vorhanden. geöffnet Di-So, 9.30-17.15 Uhr, 28.3.-28.11. Fr. bis 20.45 Uhr. www.deyoung.famsf.org
  • Music Concourse: 50 Hagiwara Tea Garden Drive, Parkplätze vorhanden.
  • Shuttle-Service: vom Parkplatz am Great Highway aus verkehren sonnabends und sonntags kostenlose Shuttle-Busse zu den Attraktionen im Park. Informationen zu Haltestellen unter dem blau unterlegten Link
  • Internet: Die einzelnen Sehenswürdigkeiten im Golden Gate Park sind unter www.sfrecpark.org zusammengefasst

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