> > Park Sanssouci Potsdam

Park Sanssouci Potsdam

Der Park Sanssouci ist ein Ensemble, das zusammen mit dem Neuen Garten und dem Babelsberger Park einmalig ist. Den Park Sanssouci inmitten von Potsdam kann man als Herzstück des „Preußischen Arkadiens“ bezeichnen. Der weltberühmte Park krönt eine Kulturlandschaft, die seit 1990 zum UNESCO-Welterbe gehört und der jährlich von mehreren Millionen Besucher aus der ganzen Welt besucht wird.

Park Sanssouci – eine Idee Friedrich des Großen

Friedrich der Große ließ 1744 den terrassierten Weinberg anlegen und ein Jahr darauf das Lustschloss Sanssouci errichten. Friedrich kümmerte sich nicht nur um sein Schloss, er vermittelte auch seine Ideen zur Schaffung des Broderieparterre an der großen Fontäne.

Wir sind heute noch begeistert, wenn man, von der Schopenhauerstraße her oder entlang der Allee nach Sanssouci vom Luisenplatz her den Park durchschreitet und bis zum Neuen Palais über die mehr als zwei Kilometer lange Hauptachse staunend flaniert.

Es gibt dabei viel zu erleben, immer wieder öffnen sich neue Sichten im Park Sanssouci. Das Lustschloss flankierend entstanden die Bildergalerie und die Neuen Kammern, die Neptungrotte (diese wird 2014 mit Unterstützung von TV-Moderator Günther Jauch wiederhergestellt) sowie beidseitig der imposanten Hauptallee durch Wege gegliederte und von hohen Hecken umgebene Flächen für die Kultivierung von Obst.

Schön und nützlich sollte der Garten sein

Denn: Schön und nützlich sollte der Garten sein, der sich bald entlang der fast zwei Kilometer langen Hauptallee erstreckte: Vom 1748 errichteten Obelisken im Osten (Eingang Schopenhauerstraße, gegenüber Winzerberg Potsdam) bis zum mächtigen, im Jahr 1769 auf Befehl Friedrich des Großen als beeindruckende „Fanfaronnade“ errichteten Neuen Palais.

Vor allem Friedrich der Große hat seinen Park Sanssouci grandios inszeniert. Wir bestaunen dort Antikentempel, Freundschaftstempel und das wiederhergestellte  Heckentheater. Jeder preußische König hinterließ im Park Sanssouci seine Spuren.

Park Sanssouci von Friedrich Wilhelm II. umgestaltet

Friedrichs Nachfolger, König Friedrich Wilhelm II., ließ ab 1786 große Teile des barocken Gartens im natürlich-sentimentalen Stil überformen. Ab 1825 ließ sich Friedrich Wilhelm IV. noch als Kronprinz ein südlich von Sanssouci gelegenes Areal vom Gartenarchitekten  Peter Joseph Lenné und seinem Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel neu anlegen.

In Zusammenarbeit mit dem Kronprinzen entstand rund um das Schloss Charlottenhof und die Römischen Bäder ein sehr persönliches, arkadisch-idyllisches Gartenkunstwerk. Ab 1836 kam westlich von Charlottenhof der versteckte Hippodrombereich sowie die malerische Gebäudegruppe der Fasanerie hinzu.

Friedrich Wilhelm IV. plante auch eine sogenannte Triumphstraße, die jedoch nie ausgeführt wurde. Ihren Höhepunkt bildet das riesige Schloss Orangerie. Südwestlich davon ließ der König den Sizilianischen Garten mit seinem südländischen Schmuck, gegenüber den Nordischen Garten mit dichten Koniferen anlegen sowie das reizvolle Stibadium errichten. Vor einigen Jahren wurde diese Gartenarchitektur wiederhergestellt, vor allem zur alljährlich im August stattfindenden Schlössernacht ist es  illuminiert sehenswert.

Marlygarten an der Friedenskirche: Lenné formt Küchengarten zur Kunst

Jüngster Teil des Parks Sanssouci ist der Marlygarten an der Friedenskirche. Auf dem Gelände des früheren Küchengartens des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelms I. schuf Peter Joseph Lenné in den Jahren 1846 bis 47 einen einzigartigen Landschaftsgarten mit philosophisch-religiöser Symbolik.

Park Sanssouci: Termine und Öffnungszeiten

  • Öffnungszeit: täglich 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
  • Eintritt: Frei. Freiwilliger Beitrag zur Unterstützung von Erhalt und Pflege der Gartenanlagen. Inklusive Flyer mit Park-Übersichtsplan und Sightseeing-Tipps. Verkauf an den Automaten und bei den Besucherbetreuern im Park.
  • Orientierung: Kurzführer mit Informationen ist für 2 Euro an den Parkeingängen erhältlich.

Hier finden Sie weitere Tipps zu den Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Themen des Artikels

Weitere Artikel von Dieter Weirauch

Ähnliche Artikel
Jakobsweg

Jakobsweg – die berühmteste Pilgerstrecke der Welt

Ich bin dann mal weg: 800 Kilometer auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela - das ist eine Strapaze zum Genießen und ein Weg zu sich selbst. Unterwegs auf den Spuren von Hape Kerkeling. mehr erfahren

Lombard Street

Lombard Street: Kurven in San Francisco

Die Lombard Street in San Francisco ist die wohl berühmteste Straße der Stadt. Wer hier Auto fährt, braucht starke Nerven - und eine Vorliebe für Kurven. myEntdecker sagt, warum sich die Abfahrt trotzdem lohnt. mehr erfahren

Jardin du Luxembourg

Auszeit im Pariser Jardin du Luxembourg

Der Jardin du Luxembourg in Paris ist verlängertes Wohnzimmer, Treffpunkt, Spielplatz, Sportarena und ein Ort der Entspannung. Ein Porträt des grünen Idylls im Herzen der Stadt. mehr erfahren

Montmartre in Paris

Montmartre: „Ich liebe Dich“ in 250 Sprachen

Künstler wie Picasso, van Gogh und Matisse können nicht irren: Montmartre gehört zu den schönsten Vierteln in Paris. myEntdecker stellt seine Lieblingsorte auf dem Hügel vor. mehr erfahren

Kommentare

Eine Antwort hinterlassen