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Kleine Hauptstadt Reykjavik

Islands Hauptstadt Reykjavik ist die kleinste und gleichzeitig nördlichste Hauptstadt der Welt. Gut 120.000 Menschen leben hier, also gerade mal so viel wie in Remscheid. Doch wer glaubt, in Reykjavik sind nach 19  Uhr die Bürgersteige hochgeklappt, der irrt. Das Nachtleben ist in den Straßen und Bars so aktiv und wild, dass oft bis in den nächsten Tag hinein gefeiert wird. Außerdem probt in fast jeder Garage irgendeine Rockband. Auch wenn es architektonisch interessantere Städte geben mag, Reykjavik ist kreativ, bunt und ein bisschen verrückt.

Tanzen, Feiern, lange Schlangen

Die Innenstadt ist übersichtlich und zu Fuß schnell erkundet. Es gibt keine grauen Wolkenkratzer, aber viele kleine bunt bemalte Häuser, und vermutlich wird man schnell merken: Hier gibt es keinen Mc Donalds oder Starbucks. Stattdessen sind die Cafés und Restaurants alle individuell und kreativ eingerichtet. Für viele Touristen mag es eine willkommene Abwechslung sein, nicht die üblichen Filialen anzutreffen, die man ohnehin schon von zu Hause kennt.

Was für eine Stadt dieser Größe ebenfalls überrascht: Selbst um fünf Uhr morgens wird in den Bars noch getanzt und geküsst. Vor den Bars und Kneipen, in denen meist Livemusik gespielt wird, stehen lange Schlangen. Und je länger die Schlange, desto „szeniger“ ist der Laden. Machen die Läden dann doch irgendwann in den Morgenstunden zu, wird einfach am Hafen weitergefeiert. Noch lebendiger wird es jedes Jahr im November zum Festival Iceland Airwaves. Dann findet die Stadt vier Tage lang keine Ruhe. 450 Konzerte und jede Menge Talente bereichern die Straßen und Kneipen. Den Isländern kommt das nur gelegen.

Den besten Ausblick gibt’s vom Kirchturm

Der 73 Meter hohe Turm der Hallgrímskirche bietet den besten Ausblick über die Stadt. An sonnigen Tagen kann man sogar den Gletscher Snaefellsjökull erkennen, der durch Jules Verne berühmt wurde, weil er hier seine Reise zum Mittelpunkt der Erde startete. Die erst 1986 fertigstellte Kirche ist das größte Gotteshaus Islands und hat 1200 Sitzplätze. Und gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Bei regnerischem und trübem Wetter lohnt es sich, die zahlreichen Museen zu erkunden. Das Nationalmuseum zeigt Kunstwerke und Objekte der isländischen Kultur, in der Nationalgalerie gibt es eine Sammlung von 5000 Kunstwerken Isländischer Künstler und im Freilichtmuseum sind original erhaltene Bürgerhäuser und Torfhütten aus dem 19. Jahrhundert zu besichtigen. An einigen Tagen kann man auch Handwerkern in traditioneller Kleidung bei der Arbeit zusehen.

Strandurlaub mal anders

Reykjavik hat mit „Ylstrand“ den nördlichsten Badestrand der Welt und ist darauf auch besonders stolz. Durch die heißen Quellen wird das Meerwasser im Uferbereich umweltfreundlich aufgeheizt, sodass es möglich ist, im Nordatlantik schwimmen zu gehen, ohne zu frieren.

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