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Montreal: Wo Kanada französisch ist

Mit Englisch-Kenntnissen könnte man in Montreal gelegentlich Probleme bekommen. Denn in der zweitgrößten Stadt Kanadas (nach Toronto) ist Französisch die Amtssprache. Weniger als 20 Prozent der 1,6 Millionen Einwohner sprechen hauptsächlich englisch, beinahe 60 Prozent französisch. Damit gilt Montreal als zweitgrößte frankophone Stadt der Welt – hinter Paris.

Montreal liegt auf einer Insel im Sankt-Lorenz-Strom am Rand der französischsprachigen Provinz Québec im Osten Kanadas. Von Toronto ist es 556 Kilometer entfernt.

Hervorgegangen aus einer Missionsstation

Begonnen hat die Geschichte Montreals mit dem französischen Offizier Paul Chomedey de Maisonneuve und der Laienschwester Jeanne Mance. Die beiden gründeten eine katholische Missionsstation, aus der später die Siedlung Montreal entstand, die übrigens nach dem nahen Berg Mont Royal (königlicher Berg) benannt wurde. Heute ist Montreal zur Weltstadt angewachsen, in der die Weltausstellung 1967 und die Olympischen Sommerspiele 1976 stattgefunden haben. Eigentlich könnten auch Winterspiele stattfinden, denn die Winter sind kalt und schneereich, während die Sommer zwar kurz, mit 26 Grad aber auch ziemlich heiß sind.

Zahllose Baustile in Montreal

Einen typischen Baustil gibt es in Montreal nicht, dafür aber viele unterschiedliche, die der Stadt ein reizvolles Bild geben. 49 bedeutende Stätten zählt Montreal. Touristen zieht es vor allem nach Vieux-Montréal, in die Altstadt am Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms. Das älteste Bauwerk dort ist das Seminar des Supizianerordens aus dem Jahr 1687. Eindrucksvoll sind das Rathaus und die riesige Markthalle Marché Bonsecours, die ab 1844 erbaut wurde. Das Gebäude im neoklassizistischen Baustil ist stolze 163 Meter lang und wird von einer auffälligen Kuppel gekrönt. Innen locken Boutiquen, Cafés und Restaurants.

Ganz anders ist der Baustil in Downtown, wo Hochhäuser dominieren und sich das Leben teilweise auch unterirdisch abspielt: Die Ville Intérieure ist eine Ladenpassage, die insgesamt zwölf Quadratkilometer groß ist – genau richtig, um in eisigen Wintern ohne kalte Füße shoppen zu gehen.

600 Kirchen und viel Grün

Zu besichtigen gibt es viel in der Stadt, die allein 600 Kirchen zählt. Darunter die das St.-Josephs-Oratorium, die mit 97 Metern Höhe größte Kirche Kanadas, und die Notre-Dame de Montréal. Die Chinatown ist sehenswert, das Olympiastadion und der Wohnkomplex Habitat 67, der aus 354 Betonquadern besteht. Nicht schön, aber einrucksvoll.

Auch Grün gibt es reichlich in Montreal. Etwa den Parc du Mont-Royal am gleichnamigen Berg. Der Park wurde von Frederick Law Olmstedt, dem Planer des Central Parks in New York, entworfen. Reizvoll sit auch der Botanische Garten, in dem 22.000 Pflanzenarten und 30 Themengärten Besucher anlocken.

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