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Cinecittá: Roms Fabrik der Träume

Während die Filmstädte Hollywood und Potsdam-Babelsberg längst am Fließband Kinofilme produzierten, dauerte es in Italien bis 1937, bis ein Pendant dazu  – die Filmstadt Cinecittà am Stadtrand von Rom – gegründet wurde. Gleich in den ersten sechs Jahren wurden an der Via Toscalana mehr als 300 Filme gedreht. Doch die eigentliche Glanzzeit des italienischen Film begann nach dem Krieg mit Leinwandstars wie Totó, Anna Magnani oder Marcello Mastroianni – und Regisseuren wie Vittorio de Sica, Luchino Visconti, Roberto Rossellini. Federico Fellini und Sergio Leone begründeten hier ihren Weltruhm. Noch heute werden hier Kino- und Fernsehfilme gedreht, italienische und internationale Produktionen. Zahlreiche TV-Show werden zudem live ausgestrahlt oder aufgezeichnet.

Cinecittà: Die Liste der Kinoerfolge ist riesig

Wer kennt nicht die berühmte Wagenrennen-Szene mit Charlton Heston in „Ben Hur“ (1959) oder die rasante Vespafahrt von Audrey Hepburn (als britische Prinzessin) und Gregory Peck (als Zeitungsreporter) in „Ein Herz und eine Krone“  (1953) durch Rom. Berühmt wurde auch der Filmkuss von Anita Ekberg und Marcello Mastroianni  in Fellinis „Dolce Vita“ (1960) im Trevi-Brunnen. All diese Welterfolge des Kinos wurden natürlich in der Cinecittá gedreht.

Auch Sergio Leones Italo-Western „Für eine Handvoll Dollar“ (1964) mit Clint Eastwood oder der 2002 entstandene Martin-Scorsese-Streifen „Gangs of New York“ mit Leonardo DiCaprio, Daniel Day-Lewis und Cameron Diaz wurden nicht etwa in Hollywood, sondern in Rom gedreht.

Auch Touristen können die Cinecittà besuchen

Um sich die Filmstudios und Originalkulissen in Rom  anzuschauen, geht es am schnellsten mit der U-Bahnlinie B bis zur Station Cinecittá. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag zwischen 9.30 Uhr und 19.30 Uhr, Freitag bis Sonnabend sogar zwischen 9.30 Uhr und 21 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro pro Person.

Cinecittà: Einst staatlich, jetzt privat

1937 gründete Benito Mussolini, nicht zuletzt aus Prestigegründen, Italiens Traumfabrik. Bis 1997 blieben die römischen Filmstudios in staatlicher Hand. Da stand die Cinecittà vor der Pleite und die Regierung Berlusconis wollte nicht mehr Subventionen zuschießen. Die Privatisierung wurde beschlossen. Ein Konsortium unter der Leitung des Unternehmers Diego Della Valle investierte etwa 25 Millionen Euro und modernisierte die Filmstadt. Seitdem läuft es wieder besser. Nicht nur die zahllosen mehr oder weniger überflüssigen italienischen TV-Shows werden hier aufgezeichnet, auch große Regisseure wie Martin Scorsese mit „Gangs of New York“ und Mel Gibson mit „Die Passion Christi“ drehen in Rom wieder aufwendige Kinoschlager.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Rom.

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