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Tampere – Eine Stadt mit Charakter

In der westfinnischen Stadt Tampere ist es je nach Jahreszeit entweder besonders lange hell oder besonders lange dunkel. Am 21. Juni zum Beispiel geht die Sonne nachts um 3.41 Uhr auf und um 23.12 Uhr wieder unter. Mitten im Winter lässt sie sich gerade mal etwas über fünf Stunden blicken. Dafür gibt es mit etwas Glück die magischen Polarlichter zu bestaunen. Ein Naturspektakel, das man nie wieder vergisst, wenn man es einmal erlebt hat.

Keine Macht der Dunkelheit

Doch von Dunkelheit lassen sich die Bewohner von Tampere nicht unterkriegen, denn dafür gibt es das Lichterfest. Drei Monate lang taucht mitten im Winter eine knallbunte Lichtinstallation die Stadt in fröhliche Farben. Und dann gibt es noch diese wunderschöne, unberührte Natur mit den Seen rund um die Stadt. Sollte es mal wieder zu kalt sein, wird sich mit Freunden in der Sauna getroffen und ordentlich geschwitzt. Tampere ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität, denn trotz bewegender Vergangenheit, wie dem großen Stadtbrand von 1865, gab es weder Bevölkerungsrückgang noch Abwanderung.

Von der Industrie- zur Kulturstadt

Bis in die 80er Jahre hinein war Tampere eine Stadt mit vielen Fabriken und rauchenden Schloten. Textilien, Papier und Holz wurden hier verarbeitet, und deshalb wird die 200.000 Einwohner Stadt auch das „Manchester Finnlands“ genannt. Doch dann schlossen nach und nach alle Fabriken – um schließlich in neuem Glanz wieder zu eröffnen.

Heute befinden sich in den sanierten Backsteingebäuden aus dem 19. Jahrhundert Restaurants, Kultureinrichtungen und besonders viele Museen. Es gibt unter anderem ein Eishockeymuseum – für die Finnen ist Eishockey so wichtig wie für die Deutschen Fußball – ein Spionagemuseum oder ein leicht skurril anmutendes Leninmuseum. Wer die Mumins, jene nilpferdartigen Trollwesen, liebt, sollte den Besuch im Mumin-Museum auf keinen Fall verpassen. Ohnehin sind Museumsbesuche ein fester Bestandteil im Alltag der Bewohner von Tampere. Ein Gang in die Stadt bedeutet auch meist einen  Museumsbesuch. So lassen sich die dunklen Tage aushalten.

Lange Sommerabende in Straßencafés

Im Sommer ist es in Tampere angenehm warm, dann sind die Straßencafés bis tief in die Nacht bevölkert und jedes bisschen Helligkeit wird genutzt, um sich für die anstehenden dunklen Tage zu wappnen. In den Parks blühen etwa 500 Pflanzenarten, im Spätsommer entfaltet sich ein angelegter Rosengarten in ein rotes Blütenmeer. Noch mehr Glücksgefühle gibt es im Freizeitpark Särkänniemi, dem größten Vergnügungspark Finnlands. Hier gibt es nicht nur sechs Achterbahnen, ein Planetarium und ein Delfinarium, sondern auch eine Angry-Birds-Themenwelt. Auf zehn Hektar wird sich in  Anlehnung auf das erfolgreichste Handyspiel der Welt den pummeligen Vögeln und den eierklauenden Schweinchen gewidmet. Egal ob Winter oder Sommer, ob hell oder dunkel – in Tempere kann einem nicht langweilig werden. 

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