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Reisen nach Bali – die schönsten Ziele auf der Trauminsel

Mit vier Millionen Touristen pro Jahr steht Bali bei den Besuchszahlen auf Platz eins der Inseln in Indonesien. Kein Wunder: Reisen nach Bali sind im Trend, und die Deutschen lieben die Insel ganz besonders. Grund genug, sie mal etwas genauer vorzustellen.

Bali: Vulkane und Götter

Bali ist die westlichste der Kleinen Sundainseln und ist nur etwa 2,5 Kilometer von der Insel Java entfernt. Bali ist bergig, der höchste Gipfel ist der 3142 Meter hohe Vulkan Gunung Agung („Großer Berg“), der für die Balinesen eine besondere Bedeutung hat: Für sie ist der von fast überall sichtbare Berg der Sitz der hinduistischen Götter. Die Gegend um ihn herum ist äußerst fruchtbar, aber der Gunung Agung hat auch schon seine böse Seite gezeigt: Als der Vulkan 1963 zum letzten Mal ausbrach, starben 2000 Menschen. Die Menschen zeigen dem Sitz der Götter ihre Ehrfurcht auf ihre Weise: Sie bauen ihre Tempel in Richtung Gunung Agung.

Wanderung auf den Gunung Agung

Bei einer Reise nach Bali kann man den Gunung Agung besteigen, man sollte aber einen Guide engagieren. Die Wanderung vom Muttertempel Besaikh zum Krater dauert etwa sieben Stunden. Wer den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Gunung Agung erleben will, sollte nachts starten – die Strapazen aber lohnen sich, denn der Weitblick beim Sonnenaufgang ist atemberaubend. Später ist der Berg häufig von Nebelwolken umgeben.

Wer bei Urlaub auf Bali vor allem an Strand denkt, der hat eine große Auswahl. Der bekannteste Badeort ist Kuta, es gibt aber viele weitere Orte mit teilweise wunderschönen Stränden. Konkurrenz machen ihnen die Sandstrände auf der Schwesterinsel Lombok.

Sehenswerte Tempelanlagen

Allerdings wäre es schade, die Zeit nur am Strand beim Sonnen oder Schnorcheln zu verbringen, denn die Insel der Götter hat sehr viel mehr zu bieten. Die Hauptstadt Denpasar im Süden Balis gehört nicht unbedingt dazu, weil sie sehr laut und hektisch ist: Sehenswert sind allerdings der Reichstempel Pura Jagatnatha, der Tempel Barunas, die Schildkröteninsel Serangan und das Art Center, in dem sich alljährlich im Sommer die balinesischen Kunstformen vorstellen.  Auch der Badeort Sanur mit einem der schönsten Strände Balis gehört zu Denpasar.

Die meisten Touristen verbinden bei ihrer Reise nach Bali Strand und Kultur und gucken sich bei Ausflügen die eindrucksvollen Tempel auf der Insel an. Zu den bekanntesten gehört Pura Tanah Lot, der Meerestempel der Erde, etwa 30 Kilometer westlich von Denpasar. Er steht etwas vom Ufer entfernt und ist deshalb nur bei Ebbe zu erreichen. Betreten dürfen ihn nur Gläubige, aber anschauen sollte man ihn trotzdem. Besonders bei Sonnenuntergang ist sein Anblick eindrucksvoll.

Balis wichtigstes Heiligtum

Ganz weit oben, in 1000 Metern Höhe am Südwesthang des Gunung Agung, liegt das wichtigste Heiligtum Balis: der Muttertempel Pura Besakih. Er besteht aus 200 Gebäuden und vielstufigen Tempeltürmen, „meru“ genannt. Sie verteilen sich auf sieben Ebenen. Der wichtigste Bereich, Pura Penataran Agung, liegt in der Mitte. Er ist der Gottheit Ida Sanghyang Widhi Wasa gewidmet, die aus den Hindu-Göttern Brahma, Shiva und Vishnu besteht. Dieser Bereich ist für Ausländer nicht zugänglich.

Weniger bekannt ist die Tempelanlage Pura Luhur Batukau, das mitten im Urwald am Fuße des erloschenen Vulkans Gunung Batukau liegt. Das Heiligtum ist dem Gott des Berges Batukau gewidmet.

Künstlerort Ubud

Zu den weiteren lohnenswerten Stationen einer Bali-Reise gehört der Ort Ubud, der nicht nur einen prachtvollen Tempel hat, sondern auch viel Kunst. Im 20. Jahrhundert kamen Künstler, die sich von der Natur inspirieren ließen – und der Andrang hat nicht nachgelassen. Auch ausländische Künstler kamen nach Ubud, darunter der deutsche Maler Walter Spies und die Schriftstellerin Vicky Baum, die dort ihren Roman „Liebe und Tod auf Bali“ schrieb. Heute ist Ubud das kulturelle Herz Balis und ein beliebtes Ziel für Touristen. Die kommen auch wegen des Affenwaldes, der nur ein paar Kilometer von Ubud entfernt ist. Hauptsächlich Makaken bevölkern den Wald – und sie sind alles andere als scheu. Affen und Berg sind heilig, und das hat seinen Grund: Der Legende nach begegnete Rama an dieser Stelle dem Affengott Hanomas, und die Affen, die man dort heute sieht, gelten als Nachfahren Hanomas’. Die Anlage ist auch sonst sehr sehenswert, überall sieht man kunstvolle Statuen und Steinfiguren, außerdem mehrere Tempel.

Grandiose Natur an Land und unter Wasser

Natürlich gehört auch die Natur zu den Attraktionen eines Bali-Urlaubs. Es gibt tropische Nebelwälder, Mangrovenwälder, Feuchtsavannen, Lavalandschaften und Korallenriffe mit unzähligen Fisch- und anderen Tierarten. Zu den besonderen Tierarten an Land zählen Affen, Echsen, Wildrinder und der seltene Balistar, ein Vogel, den es nur auf der Insel gibt. Und dann wäre da noch die Küche, die indisch und arabisch inspiriert ist und die man unbedingt ausprobieren sollte. Sie könnte eine Liebe fürs Leben werden – so wie Bali selbst.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Indonesien.

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