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Reise zu den letzten Elefanten Chinas

Als Statuen sind Elefanten in China allgegenwärtig. Auch die oft kunstvollen Schnitzereien aus Elfenbein sind dort zu finden. Doch schon im Mittelalter verschwanden frei lebende Dickhäuter aus dem Reich der Mitte fast komplett. Heute leben gerade noch 250 Exemplare im Süden der Provinz Yunnan an der Grenze zu Laos und Myanmar. Zum Vergleich:  1700 ebenfalls vom Aussterben bedrohte Große Pandas leben in mehrere Schutzreservaten in der südchinesischen Provinz Sichuan. 

Yunnan als Ziel von Rucksacktouristen

Reisen in den Süden von Yunnan – genau genommen in die autonome Region Xishuangbanna – sind nicht immer die komfortabelsten. Schließlich geht es in den Regenwald, zu den vor Wilderern streng bewachten letzten asiatischen Elefanten auf chinesischem Territorium. Erreicht man die Provinzhauptstadt Kunming noch bequem per Flugzeug,  sind es von dort immer noch etwa 800 Kilometer nach Xishuangbanna. Entweder nimmt man den Überlandbus. Das dauert etwa 20 Stunden. Oder man erwischt einen Platz in einer Maschine nach Jinhong, Hauptstadt der autonomen Region. Viele Rucksacktouristen oder Backpacker finden den Weg auf diese Weise. Beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von November bis Mai.

Im Regenwald der Elefanten

Im Naturpark in der Gegend von Mengla führt ein Wanderweg dann durch eine wenige Quadratkilometer große Lichtung. Begleitet von Wildhütern können hier die vom Aussterben akut bedrohten Elefanten beobachtet werden. Wegen des illegal gehandelten, auch bei chinesischen Händlern sehr begehrten Elfenbeins sterben nach wie vor zahlreiche der unter Artenschutz stehenden Tiere. Das Kilogramm wird auf dem schwarzen Markt Chinas für umgerechnet mehr als 2000 Euro gehandelt. Neben den letzten Elefanten Chinas leben in diesem Naturschutzgebiet auch Pfaue, Bisons und Goldhaaraffen, und sogar Tiger gibt es hier.

Einmal in der abgelegenen Gegend lohnen sich zudem Abstecher zum Buddha-Tempel sowie den Botanischen Garten von Mengla. Auch Teeplantagen können in der Region besichtigt werden.

Reiseagenturen organisieren Gruppenreisen

Reiseagenturen wie „China Reise Experte“, „feel China“ oder „Chinareise.com“ bieten Gruppenreisen zum Preis ab etwa 1700 Euro (zwei Wochen) inklusive Flug und Verpflegung an. Individualreisende können allerdings von Deutschland auch Unterkünfte – beispielsweise im für chinesische Verhältnisse absolut luxuriösen Anantara Xishuangbanna Resort (pro Person etwa 170 Euro pro Nacht mit Frühstück) – buchen. Von dort lassen sich Touren und Führungen in den Dschungel der Elefanten organisieren. Selbstverständlich gibt es auch jede Menge einfacherer Herbergen, in denen  allerdings oft nur in chinesischer Sprache kommuniziert wird. Auch für Speisekarten, Preislisten und sonstige Informationen wäre die Kenntnis der chinesischen Schriftzeichen von Vorteil. Bezahlt wird dort selbstverständlich in bar in der nationalen Währung Yuan (Renmimbi).

Hier finden Sie weitere Reisetipps für China.

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