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Von Hongkong zum Spielen nach Macau

Auch in China darf gepokert werden. Ausnahmsweise. Nur etwa fünfzig Kilometer von Hongkong entfernt, am westlichen Mündungskopf des Perlflusses, liegt Macau, das Las Vegas Ostasiens. Bis 1999 war die heutige Sonderverwaltungszone eine portugiesische Kolonie. Die dort bestehende westlich orientierte Rechtsordnung wird von der chinesischen Regierung noch bis mindestens 2049 garantiert. Mehr als 26 Millionen Touristen zieht es Jahr für Jahr – meist zum Glücksspiel –  in die Hafenstadt. Viele nutzen einen Wochenendausflug von Hongkong aus. Andere reisen vom chinesischen Festland aus ein. Dennoch hat das industriell für die Produktion von Feuerwerkskörpern weltweit bedeutende Zentrum am südchinesischen Meer für Reisende noch mehr zu bieten. Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

Klein, aber voller Kasinos

Das pralle Leben in Macau spielt sich auf der gleichnamigen Halbinsel ab – auf gerade einmal 8,9 Quadratkilometern, das ist nicht einmal ein Viertel der Fläche des Berliner Bezirks Mitte. Touristen können hier bequem zu Fuß unterwegs sein. Ansonsten stehen Busse oder Taxis zur Verfügung. Auch die meisten der etwa 550.000 Einwohner leben hier. Denen bekommen Klima, Atmosphäre und Ambiente offenbar hervorragend. Denn mit durchschnittlich  84,4 Jahren haben die Menschen dieser südchinesischen Enklave eine höhere Lebenserwartung als beispielsweise in Deutschland.

Die restliche Fläche des Territoriums, etwa 20 Quadratkilometer, auf den Inseln Taipa, Cotai und Coloane ist dünn besiedelt und kann mit Schnellfähren erreicht werden. Hier können Touristen am Strand liegen und baden.

Auf der Halbinsel Macau finden sich sage und schreibe 34 Kasinos und Glücksspieltempel, die etwa 34 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr machen. Die Zahl der Touristen und der Glücksspielumsätze steigt fast proportional zueinander. Eines der größten Casinos der Welt, das „Venetian Macao-Resort“ steht seit 2011 – in Macao. Es gibt hier mehr als  600 Spieltische und 3400 Spielautomaten. In dem Komplex gibt es zudem 3000 Hotelzimmer und 350 Läden. Das alles mit Campanile, Gondeln und reichlich Wasser und venezianischer Kulisse versehen. Ein anderes gigantisches Spielerparadies ist die City of Dreams.

Macaos Altstadt erinnert an Portugal

Als Geschenk des Kaisers von China an portugiesische Händler im Jahr 1557 begann die Blütezeit Macaus. Es entstand südeuropäische Architektur wie in Portugal, beispielsweise entlang der Avenida da Republica. Inmitten der Altstadt thront die Festung Fortaleza do Monte mit schönem Ausblick. Aber auch chinesische Prachtbauten wie der buddhistische A-Ma-Tempel zieren das Stadtbild. Neben kolonialen Bürgerhäusern entstanden auf engem Raum aber auch modernistische Prestigegebäude wie der 61 Etagen hohe Macau Tower mit Aussichtsplattform. Inmitten des Kulturzentrums Macaus befindet sich auch das Macau Handover Gifs Museum. Es erinnert an die Rückgabe des Territoriums an die Volksrepublik China.

Von Hongkong aus gut erreichbar

Die meisten Touristen reisen per Fähre an. Das dauert vom Ferry Terminal in Sheung Wan auf Honkong Island etwa eine Stunde und kostet hin und zurück etwa 30 Euro. Und das, obwohl Macao einen eigenen internationalen Flughafen hat. Die Fähre ist auch das gängige Verkehrsmittel zwischen Macaos einzelnen Inseln. Eine Bahnverbindung existiert nicht. Noch in der Planung ist eine Straßenbrücke zwischen Macau, Hongkong und Zhutai in der chinesischen Provinz Kanton. Sie soll einmal die längste Brücke der Welt werden.

Für Deutsche reicht der Reisepass bei der Einreise

Zur maximal dreimonatigen Einreise nach Macau (wie auch nach Honkong) reicht für Deutsche und EU-Bürger der Reisepass ohne besonderes Visum. Zahlungsmittel in der Sonderverwaltungszone ist der Macauische Pataca. Wer die Amtssprachen Portugiesisch und Mandarin nicht beherrscht,kann mit dem Fährpersonal durchaus auch in Englisch kommunizieren.

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