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Toronto: Charmante Metropole im Osten Kanadas

Auf den ersten Blick wirkt Toronto wie eine ganz normale US-amerikanische Großstadt, mit Wolkenkratzern und einer spektakulären Skyline. Doch Toronto liegt bekanntlich nicht in den USA, sondern ist die größte Stadt Kanadas. 2,6 Millionen Menschen wohnen in der Stadt am Ufer des Ontariosees, der sich anfühlt wie ein Meer (das gilt auch für die Wassertemperatur, von der man den Eindruck hat, dass sie kaum über dem Gefrierpunkt liegt).

Toronto: Eine Region mit acht Millionen Einwohnern

Wenn man die gesamte Region, den hufeisenförmigen Golden Horseshoe (goldenes Hufeisen) am westlichen Ende des Sees inklusive der Niagarafälle, dazu zählt, kommt man sogar auf 8,1 Millionen Einwohner. Damit sind das im Osten Kanadas gelegene Toronto und sein Umland eine der am dichtesten besiedelten Regionen Nordamerikas. Und Toronto wächst weiter. Seit den neunziger Jahren hat es mehrere Vororte verschlungen, die heute zur Stadt dazugezählt werden. Die Entwicklung ist nicht weiter erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Toronto das Wirtschaftszentrum Kanadas ist.

Wer bei Kanada zuerst an Kälte denkt, der täuscht sich gewaltig – und merkt das zum Beispiel in Toronto sehr deutlich. Sommerliche Temperaturen von 27 Grad sind völlig normal, die Winter sind kurz, aber immerhin ziemlich eisig. Die meisten Touristen kommen aber in der warmen Jahreszeit und genießen dann das beinahe südliche Lebensgefühl.

Bauwerke von Stararchitekten

Architekturfans kommen in Toronto voll auf ihre Kosten. In der kanadischen Metropole stehen Bauwerke von Sir Norman Foster, I.M. Pei, Ludwig Mies van der Rohe, Frank Gehry, Daniel Libeskind oder Santiago Calatrava, alles Architekten, die in aller Welt spektakuläre Bauwerke entworfen haben. Sehr typisch für Toronto sind die Bay-and-Gable-Häuser mit schmaler Front, Erker und Giebel, berühmt aber wurden zwei andere Bauwerke: der CN-Tower und das futuristische Rathaus (City Hall).

Weltberühmter CN-Tower in Toronto

Der 553 Meter hohe CN-Tower war bis Mai 2009 der höchste Fernsehturm der Welt, heute ist er immerhin noch das höchste freistehende Bauwerk Amerikas. Und das Wahrzeichen Torontos. Der zwischen 1973 und 1976 erbaute Turm zählt zu den sieben Wundern der modernen Welt, und wer nicht oben war, um auf das Häusermeer zu seinen Füßen zu gucken, der hat die Stadt nicht wirklich gesehen.

Gleich neben dem CN-Tower steht ein Gebäude, das für die Sportfans lebenswichtig ist. Darin spielen die Baseballer der Toronto Blue Jays, die Eishockeyspieler der Toronto Maple Leafs und die Footballer der Toronto Phantoms vor bis zu 19.800 Zuschauern.

Touristen zieht es für gewöhnlich eher nach Downtown. Das ungewöhnlichste Gebäude dort ist das Fairmont Royal York Hotel, das an die Zeit erinnert, in der Toronto noch York hieß – seinen heutigen Namen bekam es 1834, um nicht mit New York verwechselt zu werden. Der neue ist aber eigentlich ein alter Name, denn die Indianer nannten das Gebiet früher Tarantua.

Futuristisch und historisch auf engstem Raum

Aber zurück nach Downtown Toronto. Dort steht zum Beispiel der Bay Wellington Tower, an dessen Bau der Stararchitekt Santiago Calatrava beteiligt war. Oder das Toronto-Dominion Centre von Ludwig Mies van der Rohe. Wer eine Shoppingtour machen möchte, spaziert durch das Eaton Centre, in dem 300 Geschäfte und 17 Kinos auf Kundschaft warten. Wer noch ein Stück weiter geht, landet vor der City Hall, dem futuristischen Rathaus der Stadt. Es besteht aus zwei gebogenen Hochhäusern in unterschiedlicher Höhe, die einander zugewandt sind. Entworfen wurde es von dem Finnen Viljo Revell. Nur ein paar Schritte entfernt steht das Alte Rathaus, ein Gebäude im neoromanischen Stil. Ähnlich eindrucksvoll ist die 1844 erbaute St.-James-Kathedrale. 

Konzerthalle im Ufo-Format

Zu den außergewöhnlichen Bauwerken zählt zudem die Roy-Thomson-Konzerthalle, die ein bisschen wie ein Ufo aussieht. Und daran erinnert, dass Toronto eine ausgeprägte Kulturstadt ist – nach London und New York hat Toronto die drittgrößte Theaterszene im englischsprachigen Raum. Dazu gibt es ein Opernhaus, das Royal Ontario Museum mit der Fassade The Crystal von Daniel Libeskind, die Hockey Hall of Fame und das Bata Shoe Museum. Um nur einige in der Stadt zu nennen, die mit ihrer niedrigen Kriminalitätsrate übrigens als eine der sichersten Städte Nordamerikas gilt.

Ein Garten aus Musik in Toronto

Und dann wären da noch die Parks. Mehr als 200 Anlagen gibt es, die neueste ist der Toronto Music Garden (475 Queen’s Quay West), den der Cellist Yo-Yo Ma zusammen mit der Landschaftsarchitektin Julie Moir Messervy entwickelt hat. Die Ideen zogen die beiden aus den Sätzen der ersten Cello-Suite von Johann Sebastian Bach. Entstanden ist ein Park, der aus Musik entstand – Präludium, Allemande, Courante, Sarabande, Menuett und Gigue werden mit Bäumen, Blumen, Hügeln, spiralförmigen Pfaden und Felsen erzählt.

Für Naturliebhaber ist Toronto ein guter Startpunkt, um zum Beispiel den Algonquin Park zu besuchen.

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