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Kopenhagen: Kulturmetropole am Öresund

Kopenhagen gilt als eine der  entspanntesten Hauptstädte Europas. Die Dänen sagen gar von sich selbst, sie seien das glücklichste Volk der Welt. Hektik ist hier in der Hafenmetropole am Öresund mit etwas mehr als einer halben Million Einwohnern sogar in der Rush Hour fehl am Platz. Optimal erreichbar vom nur wenige Minuten entfernten Flughafen Kopenhagen-Kastrup finden sich Besucher schnell zurecht. Zum Pflichtprogramm für historisch sowie kulturell interessierte Touristen empfiehlt sich beispielsweise ein Besuch der Königlichen  Kunstgalerie sowie des Museums Rosenborg.

Flanieren zwischen Renaissance und Design in Kopenhagen

Die Ahnen von Dänemarks Königin Margarethe II. sorgten in den letzten 600 Jahren Monarchie dafür, dass es genug feudale Gärten, Schlösser und Museen gibt, um zu flanieren. Doch Kopenhagen befindet sich auch im ständigen Wandel. Ehemals „schmuddelige“ Viertel wie Vesterbro und Nörrebro werden saniert – und neue Viertel wie Holmen auf dem ehemaligen Marinegelände  entwickeln sich zu hippen Gegenden, mit meist schicken Bars, Restaurants und Geschäften.

Wahrzeichen ist die Kleine Meerjungfrau

Das Wahrzeichen Kopenhagens, die Bronzeplastik der Kleinen Meerjungfrau –  geformt nach einer Märchengestalt Hans Christian Andersens – ist gleichermaßen unscheinbar wie liebenswürdig. Ihre Anziehungskraft auf die Besucher aus aller Welt ist ebenso groß wie die des Tivoli oder die der täglichen Wachablösung vor Schloss Amalienborg, der Residenz der Königin. Das Schloss ist  eine Komposition von vier Palais in unmittelbarer Nähe des Hafens. 

Lebensader ist die Einkaufmeile Strøget

Die Lebensader der Altstadt ist die Einkaufsstraße „Strøget“, die sich über fast zwei Kilometer vom Rathausplatz bis zum Nyhavn zieht. Das dänische Wort Stroget bedeutet Strich. Im Süden liegt der lebhafte Rådhuspladsen mit Kopenhagens Rathaus, dem bronzenen Drachenspringbrunnen und den Hotels Metropol, Bristol und Palace. Er ist der zentrale Ort für große Events und wird als Kopenhagens Wohnzimmer bezeichnet. Von dem 106 Meter hohen Turm des Rathauses, das im späten 19. Jahrhundert erbaut wurde, hat man einen herrlichen Blick über die Stadt, zahlreiche Schlösser und Parks. Enge Gässchen, alte Häuser und kleine Kanäle verleihen der Stadt ihren ganz speziellen Charme. Die aus anderen Großstädten bekannte Hektik fehlt in Kopenhagen vollständig – es geht eher gemütlich zu. Die großzügig gestaltete Innenstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Kogens Nytorv mit dem Magasin du Nord, der französischen Botschaft im Thotts Palais, dem Königlichen Theater und dem Schloss Charlottenborg mit der Königlich dänischen Kunstakademie ist der größte innerstädtische Platz.

Auf dem Tivoli in Kopenhagen

Südlich von Kopgens Nytorv liegt Europas ältester Vergnügungspark Tivoli. Der Verleger Georg Carstensen schuf die Parkanlage mit Fahrgeschäften 1843 nach dem Vorbild englischer Lustgärten und der Gartenanlage der italienischen Stadt Tivoli. Die Holzachterbahn stammt aus dem Jahr 1914. Neben zahlreichen modernen Schaustellergeschäften gibt es 40 Cafés und Restaurants im abends anheimelnd mit 100.000 Glühbirnen beleuchteten Tivoli. 

Das Schloss Christiansborg, in dem das Parlament, der Ministerpräsident und der Oberste Gerichtshof ihren Sitz haben, zählt ebenso zu den Sehenswürdigkeiten Kopenhagens. Dieses Gebäude befindet sich an der Stelle der von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens. Der heutige Gebäudekomplex mit dem 90 Meter hohen Schlossturm entstand während einer mehr als zwanzigjährigen Bauzeit in den Jahren 1907 bis 1928. An der Nordseite des Schlosses steht die 1826 vollendete klassizistische Slotskirke (Schlosskirche). 1728 sowie 1795 wüteten zwei Stadtbrände. Der Wiederaufbau führte zur heutigen Altstadt. Diese wurde weitestgehend im Stil des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts gebaut.

Der Drachenturm überragt die alte Börse

Ein weiteres Wahrzeichen, das fast überall in der Altstadt zu sehen ist, ist der Drachenturm. Er krönt die alte Börse. Die Warenhalle der Kopenhagener Kaufleute, zwischen 1619 und 1640 im niederländischen Stil erbaut, ist heute Sitz der Handelskammer. Der Entwurf für den Turm aus vier ineinander gewundenen Drachenschwänzen soll aus der Hand von König Christian IV. stammen. 

Kunst und Kultur genießen Weltruf

Weltruf genießt Kopenhagen als Stadt der Museen, Theater, Galerien und der Künste, des königlichen Balletts und des dänischen Designs. Die Stadt besitzt mit der Königlichen Bibliothek die größte Bibliothek Skandinaviens. 2005 eröffnete das modernste Opernhaus der Welt und zieht jährlich zahlreiche Musikfreunde nach Kopenhagen. Neben großer Kunst in der Königlichen Nationalgalerie bietet die Stadt aber auch viel Kleinkunst und alternative Kultur. 1996 war Kopenhagen Kulturhauptstadt Europas. Dies gab weitere kulturelle Impulse, wie etwa den Neubau des Arken Museum für moderne Kunst.

Das „Noma“ gilt als  eines der besten Restaurants

Ausgehen ist in Kopenhagen nicht ganz preiswert. Neben internationalen Ketten sind asiatische Restaurants eine Alternative. Sie bieten Mahlzeiten zu günstigeren Preisen an. Wer dennoch einen Abend im „Noma“,  einem Restaurant mit weltweit anerkannter Spitzengastronomie, nicht verpassen will, muss sich dort mehrere Monate vorher einen Tisch reservieren. Feinschmecker aus der ganzen Welt pilgern hierher. Der Name steht für „nordic mad“, nordisches Essen. Ein Mittagsmenü kostet etwa 150 Euro, ein Abendessen noch einmal 50 Euro mehr.

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