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Meisterwerke in Kopenhagens Nationalgalerie

Einen Überblick über mehr als 700 Jahre Kunst  bietet die zwischen 1889 und 1896 erbaute Nationalgalerie (Statens Museum for Kunst) in Kopenhagen ihren Besuchern. Den Grundstock für die größte Kunstsammlung Dänemarks bildet die königliche Kunstkammer. Mehr als 10.000 Werke – Bilder, Zeichnungen, Ölgemälde, Radierungen, Fotografien, Skulpturen, Collagen, Videos und Installationen – sind auf zwei Etagen zu sehen. Nach Epochen chronologisch geordnet beginnt der Rundgang im mittleren Saal der ersten Etage. Das Erdgeschoss ist Sonderausstellungen vorbehalten.

Mit Mittelalter und Renaissance geht es los

In der ersten Etage des Kunstmuseums hängen die frühesten Werke aus dem Mittelalter sowie der Renaissance. Ausgestellt sind unter anderem Gemälde von Lucas Cranach, dem Älteren (1472-1553), Filipino Lippi (1457-1504), Tizian (1488-1576) und Andrea Mantegna (1431-1506).  Auch bedeutende Bilder von Peter Paul Rubens (1577-1640), Rembrandt (1606-1669),  Frans Hals (1580-1666) und Pieter Bruegel (1525-1569) sind zu sehen.

Ein Schwerpunkt der Nationalgalerie ist Nordische Kunst

Nordische Kunst des 19. und 20. Jahrhundert ist auf dem anderen Flügel des Gebäudekomplexes ein zentrales Thema. Neben Gemälden des Norwegers Edvard Munch (1863-1944) und einer Skulptur des isländischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen (1770-1844) werden auch die dänischen Meister gezeigt: Dazu zählen Carl Bloch (1830-1894), Christian Köbke (1810-1844) und Peter Hansen (1868-1928).

Das „Goldene Zeitalter” Dänemarks

Während die politische Bedeutung Dänemarks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verblasste, blühte die Kunst in dem nordeuropäischen Land auf. Heute wird in diesem Zusammenhang vom „Goldenen Zeitalter“ gesprochen. So lebten und arbeiteten in Kopenhagen unter anderem weltbekannte Persönlichkeiten wie der Ballettmeister August Bournonville,  der Poet Hans Christian Andersen und der Philosoph Sören Kierkegaard. An diese schöpferische Epoche erinnert das im Rhythmus von zwei Jahren veranstaltete „Golden Days“-Festival. Zwischen 1820 und 1850 formierte sich in Kopenhagen eine große Malerschule von europäischem Rang und Zuschnitt. Der „sachliche Realismus“ der dänischen Malerschule geht auf Christoffer Wilhelm Eckersberg zurück, der dort junge Maler ausbildete. Constantin Hansen, Wilhelm Marstrand, Martinus Rörbye und Jörgen Roed, allesamt Protagonisten der Malerei im „goldenen Zeitalter“, gingen in Eckersbergs Schule.

Auch moderne Kunst hat ihren Platz

Zwischen den beiden Flügeln befindet sich die Abteilung mit französischer und moderner Kunst. Dort sind Bilder von Henri Matisse (1869-1954) und Pablo Picasso (1881-1973) sowie Emil Nolde (1867-1956) zu sehen. Zu Nolde haben die Dänen einen ganz besonderen Bezug. Der aus Schleswig-Holstein stammende deutsche Maler lebte zeitweise im dänischen Alsen.

Der Neubau zeigt Werke des 20. Jahrhunderts

Im modernen 1998 errichteten Anbau präsentiert die Nationalgalerie Kunst nach 1900. Die Deutschen Max Ernst und Gerhard Richter und der Italiener Amadeo Modigliani gehören ebenso zum Repertoire wie die heimischen Künstler Poul Gernes, Richard Mortensen oder  Hendrik Olesen. Der zweite Stock des Neubaus ist dem dänischen Surrealisten und Happeningkünstler Wilhelm Freddie (1909-1995) gewidmet. Seine als pornografisch kategorisierten Werke waren jahrzehntelang verboten und wurden erst 1963 freigegeben.

Gastro-Tipp: Brunch im Museums-Café

Mit Ausblick auf den Park „Østre Anlæg” gibt es im Café Frühstück, warme Gerichte, Sandwiches und Kuchen sowie kalte und warme Getränke. In der Mittagszeit kommen auch viele Kopenhagener zum Frokost, dem  dänischen Mittagsbüffet.

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