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Nyhavn – touristischer Mittelpunkt von Kopenhagen

Nyhavn, der neue Hafen von Kopenhagen, ist ein rund 500 Meter langer Kanal, der am belebten Platz Kongens Nytorv beginnt und sich bis zum Hafen hinzieht. Er wurde zwischen 1671 und 1673 von König Christian V. erbaut. Dadurch konnten Waren von den Seeschiffen direkt an den Lagerhäusern in der Stadt angelandet werden. Wie andere Hafendistrikte, beispielsweise Sankt Pauli in Hamburg, war auch Nyhavn eher eine verrufene Gegend, in der Seeleute Alkohol tranken und sich käufliche Frauen suchten. Am Nyhavn fand man also jede Menge Spelunken, Tätowierer und Bordelle.

Wo Hans Christian Andersen lebte

Zwei Häuser ragen aus der Gebäudereihe heraus:  das Wohnhaus Hans Christian Andersens und das älteste Haus am Nyhavn. Genau genommen gibt es drei Häuser, in denen der Dichter Andersen wohnte. Er zog nämlich mehrmals nach Nyhavn, da er das besondere Flair mochte. Das bedeutendste Haus ist die Nummer 67, in der er am längsten – von 1845 bis 1864 – lebte. Das Haus existiert heute noch. Das Haus Nummer 9 entstand 1681 und ist eines der wenigen Gebäude, die den großen Stadtbrand 1728 überstanden.

Hafenrundfahrt mit dem Ausflugsboot

Die bunt gestrichenen Gebäude harmonieren ausgezeichnet mit den Booten auf dem Kanal. Auf der Sonnenseite reiht sich ein Restaurant an das andere und alle sind gut besucht. Es ist also immer etwas los am Nyhavn. Denn von dort starten auch die Ausflugsboote zur Hafenrundfahrt. Die typischen, seit 1904 in dieser Form gebauten Flachboote gehören fest zum Kopenhagener Stadtbild und sind inzwischen selbst zu einer Attraktion geworden. Kopenhagen vom Wasser aus zu erleben, ist sehr zu empfehlen.
Vom Wasser aus hat man einen guten Blick auf die alten Hafenhäuser. Außerdem erhält man so einen Einblick in die Bedeutung des Wassers für das Leben sowie die Geschichte der Stadt. An der Mündung des Nyhavns in das Becken des Inneren Hafens steht das Schauspielhaus. Ein modernes, architektonisch interessantes Gebäude. Es reicht allerdings nicht an die Pracht der neuen Oper auf der anderen Hafenseite heran. Wer sich den kantigen Glasbau des Schauspielhauses näher ansehen will: Direkt am Wasser führt eine Promenade aus Eichenholz um das Gebäude herum. Bei schönem Wetter ist sie ein guter Platz zum Entspannen. Als nächstes erblickt man den Park Amaliehaven sowie dahinter Schloss Amalienborg, die königliche Residenz. Dahinter sind Frederiks- oder Marmorkirche zu erkennen.

Der Michelangelo von Kopenhagen

Wer es noch nicht nach Florenz geschafft hat, auch Kopenhagen hat seinen Michelangelo. Vor dem Eingang zur Königlichen Abgusssammlung steht der weithin sichtbare David aus Bronze. Das einstige Westindische Packhaus beherbergt die Königliche Abgusssammlung mit antiken Skulpturen aus 4000 Jahren Skulpturgeschichte. Die ältesten stammen aus Ägypten und entstanden etwa 2500 Jahre vor Christi Geburt.

Die Kleine Meerjungfrau

Vorbei am alten Kastell fahren die Schiffe nahe an der „Kleinen Meerjungfrau“ vorbei, dem Wahrzeichen Kopenhagens, von dem eine Kopie im Tivoli steht. Von dort geht wieder durch den Hafen zurück. Beeindruckendstes Gebäude ist das neue Opernhaus, das kurz vor der Einfahrt in den Nyhavn auf der Ostseite steht. Die Königliche Oper auf der Insel Holmen zählt zu den modernsten Bühnen der Welt, entworfen vom dänischen Architekten Henning Larsen. Die westliche Seite des Nyhavns ist ebenfalls von alten Häusern gesäumt. Daran schließt sich das Schloss Charlottenborg an.

Barockes Schloss Charlottenborg

Das barocke Schloss-Ensemble entstand von 1672 bis 1683 nach Plänen des Architekten Hans van Steenwinckel. Nach dem Tode König Christian V. wurde das Schloss 1699 von seiner Witwe Charlotte Amalie von Hessen-Kassel (1650-1714) gekauft und als Witwensitz genutzt. Das Gebäude wurde ausgebaut und schließlich nach ihr Charlottenborg benannt. Charlotte Amalie lebte hier bis zu ihrem Tod. 1754 wurde die Anlage der Königlich Dänischen Kunstakademie übereignet, die bis heute ihren Sitz im Schloss hat. Dazu kommt die Kunsthalle Charlottenborg, die größte Galerie für zeitgenössische  Kunst in Kopenhagen.

Tipp: Wem der Trubel auf der Sonnenseite des Nyhavn zu viel ist – im Innenhof der Kunsthalle Charlottenborg gibt es ein Café. Dort ist es ruhiger.

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Entdecker-Infos

Infos: | Hafenrundfahrten mit Netto Boats (www.havnerundfart.dk) oder Canaltours (www.stromma.dk)

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