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Wohnen mit Charme: Pension Ottmanngut in Meran

Ich glaube, es ist 15 Jahre her, dass ich ein Gebäude betreten habe, das sich Pension nennt. Früher, da war das Wort Pension Synonym für Gastfreundlichkeit und familiäre Atmosphäre. Heute wirkt es eher unmodern und man bekommt ein Bild im Kopf von renovierungsbedürftigen Schlafzimmern mit Stockbetten und Stockbad, die noch Tapeten aus den 60ern an der Wand haben. Ich stehe in Meran in Südtirol, habe eine wunderschöne Sicht auf die Berge mit ihren weißen Spitzen und den Blick auf ein schmiedeeisen Schild, auf dem „Pension Ottmanngut“ steht.

Familiärer Charme und antike Möbel

Ein junger Herr macht mir die Tür auf und nimmt mir sofort meinen Koffer ab. „Willkommen in der Pension Ottmanngut“. Ich betrete das Haus, spüre die Herzlichkeit und den familiären Charme, aber sehe nichts, was mich an 1960er Jahre erinnert. Doch vor zwei Jahren sah es noch genauso so aus wie in meinen schlimmsten Vorstellungen. Die Pension hatte noch Stockbetten, ein Gemeinschaftsbad und keine Heizung. Wenn man heute die Räume betritt, kann man sich das kaum vorstellen. Modernen Komfort mit antiken Möbeln vom bekannten Antikmarkt in Piazzola, die Liebe zum Detail spürt man in jedem Raum der Pension im Herzen von Meran, die unter Palmen und am Fuß eines Weinberges steht, aus dem die Pension auch ihren Wein bezieht.

1290 wurde die Pension erstmals urkundlich erwähnt

Vor zwei Jahren stand die Familie Kirchlechner vor der Entscheidung. Alles aufgeben und die Pension schließen oder dem Gebäude neues Leben einhauchen? Die Großmutter Martha Kirchlechner, die heute noch mit im Haus wohnt und die Gäste höchstpersönlich begrüßt, führte die Pension jahrezehntelang. Nun übernehmen es die Enkel Martin und Clemens. Zwei Jahre haben sie mit der Renovierung verbracht. Im Vordergrund stand, die Geschichte des Hauses und das Moderne zu vereinen. Man sieht durch einen gläsernen Boden, das alte Kellergewölbe und immer mal wieder kommen die alten Grundmauern zum Vorschein.

Eine erste Erwähnung der Pension in Büchern datiert auf das Jahr 1290. Mitte des 19. Jahrhundert eröffnete man dank der optimalen Lage am Weinberg einen Weinausschank im Haus. Die ersten Übernachtungsgäste kamen nach dem ersten Weltkrieg, jedoch damals noch illegal. Doch dann wurde eine offizielle Pension aus dem Ottmanngut in Meran. Heute hat jedes der nun neun Zimmer einen ganz eigenen Charme. Gleich geblieben sind nur die Aussicht auf die Berge, der Weinberg hinter dem Haus und die Palmen im Garten.
 

Regionale Produkte auf dem Frühstückstisch

Nicht nur auf den optischen Genuss, sondern auch auf die Gaumenfreude legt man im Ottmanngut besonderen Wert. Die Produkte auf dem Frühstückstisch stammen unmittelbar aus der Region. Außer dem Müsli kommt alles aus dem Meraner Land. Der Käse wird in den Bergen hergestellt, die Milch ist vom regionalen Bauern und der Schinken hat eine ganz besondere Verarbeitung. Anders als üblich werden nur 20 Prozent Wasser anstatt wie üblich 100 Prozent zur Produktion dazugegeben. Daher schmeckt er viel würziger und fester als man es sonst gewöhnt ist. Neben dem Frühstücksraum befindet sich ein gläserner Wintergarten, in dem die Zitronenbäume Früchte tragen, den Winter überdauern und für das mediterrane Flair sorgen. 300 Sonnentage im Jahr, die Liebe zum Detail, die Herzlichkeit der Gastgeber und die traumhafte Umgebung lassen den Aufenthalt hier lange in Erinnerung bleiben.

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Autorin Christine Neder: 40 Festivals in 40 Wochen

Die Autorin Christine Neder hat die Erfahrungen ihres ersten Projektes im Buch  "90 Nächte 90 Betten" niedergeschrieben. Danach reiste sie für die gerade erschienene Fortsetzung durch die Welt: 40 Festivals in 40 Wochen. Bei myEntdecker schreibt sie ihre Highlights auf. Wer mehr über die Autorin und ihre Reiseerlebnisse erfahren will, findet dies bei Facebook oder im Blog von Christine Neder.

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Infos: | www.ottmanngut.it/de/

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