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Feuer, Wasser und Eis an Islands Traumstraße

Wer braucht schon die Route 66 in Amerika, wenn er die Ringstraße 1 in Island haben kann? Dort gibt es Vulkane, dampfende Flüsse, kleine Dörfchen und naturbelassene Landschaft. Feuer, Wasser und Eis bringen die meisten Leute mit Island in Verbindung. Auf dem Roadtrip von Reykjavik aus bis Höfn, 380 Kilometer über die Insel, kommen sie diesen Elementen so nah wie sonst nie.

1. Station: Hveragerði und das Tal Reykjadalur

Wir starten unseren Roadtrip in Reykjavik. Es ist November und bitterkalt. Je mehr Höhenmeter wir mit unserem Mietwagen zurücklegen, desto mehr Schnee liegt auf der Lavalandschaft. Ein surrealer Anblick. 40 Kilometer östlich von Reykjavik halten wir zum ersten Mal an, in Hveragerði. Wir biegen von der Ringstraße in den Ort ein, durchqueren ihn komplett, bis wir an einen Parkplatz kommen, der etwa vier Kilometer entfernt liegt. Von hier aus nehmen wir einen Wanderweg durch die umliegenden Berge, auf dem man an zahlreichen dampfenden Quellen und kochenden Schlammlöchern vorbei kommt. Nach einer Stunde durch das Tal Reykjadalur erreichen wir eine Naturbadestelle. Man sollte nicht nur an der weltberühmten Blauen Lagune an den Badeanzug denken, sondern ihn auch bei dieser Wanderung im Gepäck haben. Auch wenn es bitterkalt ist, der fließende Hot Spot erreicht Temperaturen bis über 40 Grad.
 

2. Station: Seljalandsfoss-Wasserfall

Wir fahren weiter Richtung Süden und sehen noch mehr Wasser, aber diesmal nicht entspannt und warm, sondern stürmisch und schnell. Der Seljalandsfoss-Wasserfall zwischen Hvolsvöllur und Skogar sieht aus wie aus dem Bilderbuch. Über 60 Meter stürzt das Wasser des Fluss Seljalandsá in die Tiefe der ursprünglichen Küstenlinie. Der Seljalandsfoss-Wasserfall ist einer der bekanntesten Wasserfälle weltweit und ziert viele Postkarten und Kalender. Natürlich ist es sein majestätischen Anblick, der ihn so besonders macht, aber auch die Tatsache, dass man hinter den Wasserfall gehen kann. Im November ist schon ein Teil des Wasserfalls gefroren und wir können wunderschöne Eisskulpturen bestaunen und eingefrorene Wiesen.

3. Station: Vík í Mýrdal und der schwarze Strand

Wir fahren weiter nach Vík í Mýrdal, dem südlichsten Ort auf dem isländischen Festland, zu einen der bekanntesten Strände in Island. Das „Islands Magazine“ hat ihn 1991 zu einem der zehn schönsten Strände der Welt gewählt. Was ihn so besonders macht? Der schwarze Sand aus Lava, die zahlreichen Papageitaucher und Eissturmvögel, die man im Juni und Juli dort finden kann, und die schwarzen Felsnadeln, die bei der Küste aus dem Meer ragen. Eine Sage erzählt, dass es die Überbleibsel von versteinerten Trollen sind. Ein Spaziergang entlang der Küste lohnt sich. Vor allem während des Sonnenuntergangs.
Hier in Vik í Mýrdal, nach über 180 Kilometern, machen wir auch unseren ersten Stopp im Hotel Lundi.
 

4. Station: Isländerpullover und das Eismeer

Nachdem wir uns nach dem Frühstück einen originalen Isländer-Pullover in der Icelandic Wool Factory in Vik í Mýrdal gekauft haben, fahren wir weiter in den Süden. Den warmen Pullover können wir jetzt auch gut gebrauchen. Am Ziel unseres Roadtrips wird es kalt. In der Bucht um Jökulsárlón, zwischen dem Skaftafell-Nationalpark und Höfn, schwimmen tausende Eisberge, die aus dem nahe gelegenen Gletscher herangetrieben werden. Die Bucht hat sich erst zu einem Eismeer entwickelt. Nach der Klimaerwärmung zog sich der Gletscher zurück und der Breiðamerkurjökull gibt seither das Becken wieder frei. Die Eisberge mit tausendjährigem Eis geben ein beeindruckendes Bild ab. Auch Seehunde und Robben tummeln sich in den Sommermonaten im Wasser oder liegen auf den schwimmenden Eisschollen.
 

Wichtige Infos für Rundreisen mit dem eigenen Mietwagen

Auf was man unbedingt achten sollte, wenn man einen Mietwagen vor Ort bucht: eine Zusatzversicherung für Asche und Sand abschließen. Wenn man auf der Ringstraße bleibt, ist man damit gut abgesichert. Wenn man aber Off-Road fährt, sollte man sich unbedingt vor Ort beim Autovermieter über die nötigen Versicherungen informieren. In Island herrscht Rechtsverkehr. Das Tempolimit ist auf Teerstraßen 90 Stundenkilometer, auf Schotterstraßen 80 und innerorts 50 Stundenkilometer.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Island.

Autorin Christine Neder: 40 Festivals in 40 Wochen

Die Autorin Christine Neder hat die Erfahrungen ihres ersten Projektes im Buch  "90 Nächte 90 Betten" niedergeschrieben. Danach reiste sie für die gerade erschienene Fortsetzung durch die Welt: 40 Festivals in 40 Wochen. Bei myEntdecker schreibt sie ihre Highlights auf. Wer mehr über die Autorin und ihre Reiseerlebnisse erfahren will, findet dies bei Facebook oder im Blog von Christine Neder.

Entdecker-Infos

Informationen: | Hotel Lundi: http://www.hotelpuffin.is/

Wool Factory in Vik í Mýrdal: |http://www.vikprjonsdottir.com/the_factory

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