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Caffè Florian – Venedigs berühmtestes Kaffeehaus

„Das schönste Café der Welt“, sagen die einen, wenn sie vom Caffè Florian in Venedig sprechen. „Touristen-Nepp“, meinen die anderen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft in der Mitte. Eines aber ist sicher: Das Caffè Florian ist Italiens ältestes Kaffeehaus und wirklich sehr berühmt.

Caffè Florian besuchten schon Goethe, Mann und Wagner

1720 wurde das auf der Piazza San Marco gelegene Café eröffnet, und noch heute verströmt es den liebenswert verstaubten Charme alter Zeiten. Gemälde und Goldverzierungen, Spiegel und indirektes Licht zaubern eine ganz besondere Atmosphäre. Früher zog sie besonders Künstler wie Goethe, Richard Wagner oder Thomas Mann an, heute kommen vor allem Touristen, die im Sommer auf der Terrasse sitzen und auf den Markusplatz gucken.

Seinen Namen verdankt das Caffè Florian, das in Venedig ähnlich berühmt ist wie die Rialtobrücke oder der Dogenpalast, dem Gastronomen Floriano Francesconi. Der hatte eigentlich einen anderen Namen im Sinn („Alla Venezia trionfante“ – zum triumphierenden Venedig), aber wer zu ihm kam, sagte bloß: „Ich gehe jetzt zu Florian.“ Warum also, dachte sich Floriano Francesconi, das Lokal nicht gleich so nennen?

1895 wurde das Caffè Florian umgebaut

1858 war die Zeit der Francesconis vorbei, die neuen Besitzer behielten aber den Namen. Der Rest wurde gründlich umgebaut – zu dem Lokal, das es heute noch gibt. Säle mit griechischer oder orientalischer Anmutung entstanden, die Porträts von Marco Polo, Carlo Goldoni oder Tizian ebenfalls. Kunst spielte also eine Rolle im Caffè Florian, und deshalb ist es auch kein Wunder, dass dort 1893 die Idee einer Kunstausstellung entstand, aus der später die Biennale von Venedig hervorging.

Ein bisschen wie in alten Zeiten fühlt man sich auch heute noch im Caffè Florian. Die Fassade hat Patina angesetzt, aber das macht die Atmosphäre noch charmanter. Die Preise im Lokal allerdings sind so astronomisch, dass klar ist, warum einige Besucher von Touristen-Nepp sprechen. Mit neun Euro für einen Kaffee muss man schon rechnen, dafür aber ist die Begeisterung für die Qualität des Heißgetränks riesig.

Caffè Florian: die Alternativen

Wer Glück hat, bekommt zur Latte Macchiato auch noch ein Konzert serviert, das irgendwo in der Nähe stattfindet – laut genug, um wahrgenommen zu werden und dezent genug, um es zu genießen. Und zum Karneval in Venedig sind die Sitzplätze bei Sonnenschein noch begehrter als sonst – denn man hat einen grandiosen Blick auf das Treiben auf dem Platz.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Venedig.

HRS

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