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Gosch Sylt: Heute schon gegoscht ?

Wenn es auch Fischrestaurants von Jürgen Gosch mittlerweile in vielen Städten Deutschlands gibt, das Original von Gosch Sylt steht in List auf Sylt. Das dortige Haus ist längst kein Bretterverschlag mehr. Obwohl das Fischrestaurant von “Jünne”, wie Jürgen Gosch von den Syltern genannt wird, immer noch als nördlichste Fischbude Deutschlands gilt. Wir besuchten das Restaurant mit Imbiss und Einkaufshalle in der gegenüberliegenden einstigen Tonnenhalle an einem Wochenende – und hatten Mühe, einen Platz zu bekommen.

Gosch Sylt: Nördlichste Fischbude Deutschlands

Die Stimmung war nicht nur wegen der maritimen Atmosphäre, den Seemannsliedern und den kräftig die bestellten Gerichte ausrufenden Fischverkäufern trubelig. Wie immer, wenn wir beim Sylt-Urlaub hier vorbeischauten. Die Gerichte sind durchaus preiswert und super lecker. Ja, und auf der Rückfahrt kamen wir im neuen Restaurant am Kliff in Wenningstedt vorbei und bekamen erst nach langem Anstehen zwei Plätze. Bei den Syltern kommt indes kein Neid auf den einstigen Maurer und späteren Fischverkäufer auf. „Ich finde es toll, dass der Jürgen Gosch immer noch selbst in einem seiner Restaurants mitmacht, “ sagt Maria Klapper aus Westerland.

Neues Restaurant am Kliff

Gosch Sylt ist Kult, das merkten wir auch in Westerland, wo Restaurants und ein Imbiss zum Unternehmen von Jürgen Gosch gehören. Immer ist es brechend voll. Besonders lecker ist die Fischsuppe zum unschlagbar günstigen Preis von fünf Euro. So etwas gibt es sonst nirgends.

Jürgen Gosch fing klein an: ohne Firmenlogo und Dach überm Kopf, dafür aber mit einer ordentlichen Portion Aale unterm Arm, so erzählen es seine Stammkunden gern. Ein Bauprojekt verschlug den jungen Maurer aus Tönning im Jahr 1966 auf die Insel Sylt. Schon bald verdiente er sich nach Feierabend als Krabben- und Aalverkäufer etwas dazu. 1972 eröffnete er einen einfachen Verkaufsstand am Lister Hafen.

“Wahre Fischsuppe” mit Korn und Limo

Weil er zunächst keinen Alkohol ausschenken durfte, erfand er die „Wahre Fischsuppe“: hochprozentiger Korn mit Zitronenbrause, serviert in kleinen Plastikschälchen. Langsam, aber stetig wuchs  das Unternehmen.  Ab 1973 half seine Mutter Annemarie mit, die fortan über 20 Jahre als „Mutter Gosch“ in Westerland zu einer festen Institution wurde.

Der Slogan „Gönn Dir Gutes, gönn Dir Gosch“ gehörte bald zum Repertoir wohl jedes Sylt-Urlaubers. Im Jahr 1984 wurde die „Nördlichste Fischbude“ in List erweitert, und das erste Gosch-Geschäft in der Friedrichstraße in Westerland eröffnete. Zubereitet werden die Fische übrigens in einer eigenen Manufaktur in List mit Räucherei, Verarbeitung und Kühlhaus.

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Entdecker-Infos

Web|www.gosch.de

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