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Ein Naturparadies aus Sand: die Kalahari

Eines gibt es in der Kalahari kaum: Wasser. Das hat dazu geführt, dass man manchmal bis zum Horizont nur roten Sand sieht. 1,2 Millionen Quadratkilometer groß ist die Wüste, die sich über die Länder Namibia, Botswana, Angola und Sambia erstreckt und in der es viele Naturschutzgebiete gibt. Der Ursprung des Namens Kalahari ist nicht ganz klar. Einige vermuten, es sei eine Falschschreibung des Wortes Kgalagadi (kgala = Abstand; gadi = groß), andere meinen das Wort karri (hart) sei die Grundlage. Wiederum andere halten den Stamm der Kgalagad für die Namenspaten.

Kalahari – Rückzugsgebiet für viele Tiere

Aber woher auch immer der Name Kalahari stammt – die Wüste ist ein Paradies, trotz Wassermangels. Er ist Rückzugsgebiet für Giraffen, Geparden, Löwen, Antilopen, Hyänen, Wildhunde und viele mehr. Für ein bisschen Schatten sorgen Akazien, die tief genug wurzeln, um ans Grundwasser zu kommen, für Nahrung sorgen Dünengräser und Büsche.

Berühmtester, aber gleichzeitig untypischster Teil der Kalahari ist das zu Botswana gehörende Okawango-Delta, ein Feuchtgebiet, in dem riesige Tierherden unterwegs sind. Das 20.000 Quadratkilometer große Delta gehört zu den größten Feuchtgebieten in Afrika. Dabei regnet es nur zwischen Dezember und April – dann allerdings heftig.

Die kurze Spanne reicht  den 1300 Pflanzenarten, das Okavangodelta in eine blühende Landschaft zu verwandeln. Und weil immer gerade dann Regen fällt, wenn in den Nachbargebieten Trockenheit herrscht, lockt das Okavangodelta zahllose Tiere an. Zu finden sind unter anderem 71 Fisch-, 64 Reptilien- und 444 Vogelarten. Flusspferde fühlen sich in dem Feuchtgebiet ebenso wohl wie das Nilkrokodil oder der Gemsbock. Auch Löwen, Elefanten, Büffel, Lepoarden und Gnu-Herden tauchen im Delta auf. Nicht nur deshalb sind Safaris im Okavangogebiet ähnlich begehrt wie im Kruger-Nationalpark oder der Masai Mara, allerdings auch sehr teuer, weil Botswanas Regierung Massentourismus verhindern will.

Eindrucksvolle Tierwanderungen

Nicht ganz so berühmt, aber ebenso reizvoll ist der Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark, der im Grenzgebiet zu Südafrika liegt und in dem man die Tierwanderungen gut beobachten kann. Sanddünen und Salzpfannen prägen die Landschaft, die nur durch die Büsche daran gehindert wird, ganz zur Wüste zu werden. Die Kalahari ist nicht nur Heimat zahlloser Tiere, sondern auch Rückzugsgebiet der San, einem Volksstamm, der als Jäger und Sammler lebt und zum Beispiel vom Abernten des Rooibusches lebt. 

Unterkünfte gibt es reichlich in der Kalahari. Etwa die Intu Africa Zebra Lodge, ein Vier-Sterne-Resort mit 16 Betten und weitem Blick auf die Sanddünen, und das Eningu Clay House, dessen Lehmfassade einen reizvollen Kontrast zum roten Sand bietet. Es ist nur 65 Kilometer von Windhuks Internationalem Flughafen entfernt. Wer im Okawango-Delta Urlaub machen möchte, der steigt zum Beispiel im luxuriösen Baines’ Camp, im üppig umwachsenen Jao Camp oder in der Khwai River Lodge ab.

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