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Luxus für kleines Geld: Samui Island Beach Resort

Manche Menschen mögen Abgeschiedenheit und Privatsphäre, wollen aber dennoch mittendrin sein und gleichzeitig noch direkt am Meer. Ein Mindestmaß an Komfort wird natürlich erwartet, teuer soll es aber nicht sein. Das ist auf Koh Samui in Thailand möglich. Der Geheimtipp heißt Samui Island Beach Resort and Hotel und befindet sich in Bo Phut, im Norden des berühmten Strandes Chaweng. Der Haken an der Sache: Es gibt trotz des Namens keinen Strand, weshalb manche Veranstalter das "Beach" im Namen weglassen.

Das Areal endet mit einer Kaimauer, nur bei „Ebbe“, wenn der Wasserstand ein paar Millimeter sinkt, sind ein paar Zentimeter Sand zu sehen. Dafür ist das Wasser in der weitläufigen Bucht so flach, dass es auch 200 Meter vom Ufer entfernt kaum bis zu den Knien reicht. Strandurlaub gibt es also dort nicht. Alles andere ist nahezu perfekt.

Terrasse mit Blick auf das Meer vor Koh Samui

Der Bungalow ganz vorn am Ufer hat eine Terrasse, die etwa zwei Meter vom Wasser entfernt ist und einen tollen Panoramablick auf die Bucht bietet. Dicht umstanden von grünen Pflanzen, ist die Privatsphäre gewahrt. Der Bungalow selbst verfügt über einen Raum mit etwa 20 Quadratmetern. Das Doppelbett steht auf einem etwa einen Meter hohen Podest. Die Klimaanlage ist ungewohnt leise. Die Luft strömt aus hölzernen Schlitzen, der Rest der Maschine ist außerhalb des Bungalows untergebracht.

Das Badezimmer hat graue Wände aus natürlichen Materialien. Der Boden besteht aus Kieseln, in denen große Steinplatten liegen. Geschmackvolle Accessoires schaffen eine ganz eigene, gediegene Atmosphäre. WC und Dusche sind vom großzügigen Hauptraum des Sanitärbereichs durch Türen abgetrennt. Die Belüftung wird über leistungsstarke Ventilatoren geregelt. Die in Thailand sonst übliche Lösung, den Badbereich halb offen zu bauen, hat den Nachtteil, dass allerlei Getier vom Gecko bis zu Mücke ungehindert eindringen kann. Das ist im Samui Island Beach Resort nicht der Fall.

Leckere Margarita in der Bar des Samui Island Resort

Der zentrale Pool sowie das Restaurant, die den Resort- vom Hotelbereich trennen, haben den landestypischen Charakter. Das Frühstück ist nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Die Bar am Pool ist gut für einen Absacker. Besonders lecker ist die Margarita.

Die rückwärtigen Bungalows sind ähnlich ausgestattet wie die beiden vorderen. Das Hotel hat schöne Balkone zur Seeseite, die Zimmer sind ordentlich. Hervorragend ist der Service. Angefangen mit der Zimmerreinigung, die nicht nur sehr sorgfältig stattfindet, sondern geradezu liebevoll ist. Zwar ist es in Thailand üblich, die Handtücher nicht einfach hinzulegen, sondern sie irgendwie zu dekorieren. Die Elefanten, die wir am Mittag vorfanden, haben uns allerdings zu einem besonders üppigen Trinkgeld animiert. Der Barkeeper hat uns die Getränke ohne Aufpreis an die Liegen vor unserem Bungalow gebracht, und auch andere Sonderwünsche wurden prompt erfüllt.

Etwas versteckt bei Chaweng gelegen

Die Lage des vergleichsweise kleinen Samui Island Beach Resort and Hotel ist zwar prominent, manche Taxifahrer kennen es aber trotzdem nicht. Man fährt von der Ringstraße 4169 westlich in die „Hat Chaweng 4“ und dann immer westlich, bis die Straße endet, dann halblinks in die Chaweng-Choengmon Road. Nach etwa einem Kilometer macht diese einen scharfen Linksknick. Schon halb in dieser Kurve geht eine kleine Straße rechts steil nach unten, direkt hinter einem Verleih für Motorroller. In dieser engen Straße befinden sich ein knappes Dutzend Resorts und Hotels. Das Samui Island Beach Resort and Hotel befindet sich direkt hinter dem großen Parkplatz, der aber leider zum Nachbarhotel gehört. Wer mit dem Mietwagen ankommt, benötigt Glück. Auf dem kleinen Platz neben der Rezeption ist Platz für maximal drei Autos.

Die Preise sind stark abhängig von der Auslastung. Wir haben für den Deluxe-Bungalow nur knapp 50 Euro pro Nacht mit Frühstück gezahlt. Der reguläre Listenpreis beginnt bei 120 Euro. Ab 270 Euro kann man die Präsidentensuite auf dem Dach des Hotels mieten. Dann hat man seinen eigenen Pool und die eigene Bar ist gut bestückt.

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