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Unbekanntes Thailand: Khanom nahe Koh Samui

Es ist ein Zufall, der uns nach Khanom in Thailand führt. Auf Koh Samui ist für mehrere Tage der Strom ausgefallen, weil das Unterseekabel beschädigt wurde. Wir flüchten mit der Fähre auf das Festland zum Internationalen Fährhafen Don Sak – und befinden uns in einer wilden, felsigen Idylle. Schon von weit draußen auf dem Meer sehen wir die atemberaubende Kulisse der Berge und entscheiden uns, „rechts“ nach einer Unterkunft zu suchen, also Richtung Nakhon Si Thammarat.

500 Meter hinter dem zwei Kilometer von der Anlegestelle entfernten Hafengebäude biegen wir nach rechts auf die Landstraße 4142 ab. Rund 30 Kilometer Fahrt mit dem Mietwagen, den wir für diesen Zweck gut gebrauchen konnten, führen uns am Industriehafen vorbei nach Khanom. Wir finden ein Paradies. Endlose, weiße Sandstrände in einer wunderbaren Bucht, umstanden von felsigen, mit Dschungel überwucherten Hügeln und kleinen Bergen ziehen uns magisch an. Einsam ist es hier, nahezu menschenleer.

Bizarre Felsen auf dem Weg nach Khanom

Auf dem Weg nach Khanom halten wir immer wieder am Straßenrand an, um den Blick auf den bizarren Formationen ruhen zu lassen. Leider ist es Anfang Dezember so schwül-warm, dass an eine Wanderung nicht zu denken ist. Vielleicht ist das etwas für Leute, die länger als ein paar Wochen im Land sind und sich akklimatisiert haben? Später erkunden wir uns in dem Ort Khanom bei einem der Tour-Veranstalter und stellen fest: Allein sollte man gar nicht erst losziehen. Es gibt keine Wanderkarten, und ohne Führer wird das nichts.

Jedenfalls sehen wir mehrfach das Schild „Thai Dolomite“. Passend, denken wir, denn ein wenig an die Dolomiten erinnern uns die Formationen tatsächlich. Die Auflösung: Das Gestein der Formationen besteht tatsächlich aus Dolomit, und die Firma gleichen Namens baut dieses an einigen Stellen ab. Die Steinbrüche mitsamt des schweren Gerätes haben wir glücklicherweise bei unserem Aufenthalt nicht gesehen.

Endloser Strand im Süden von Don Sak

Die Suche nach der passenden Unterkunft beginnt am Industriehafen im Norden der Bucht. Der erste Strandabschnitt ist etwas für Backpacker. Einfachstunterkünfte und kleine Souvenirstände in einem dreckigen und ungepflegt wirkenden Areal schrecken uns ab. Laute, stinkende Lkw bringen das abgebaute Gestein zum Hafen, von dem es große Lastschiffe abtransportieren. Dahinter beginnt eine Traumreise. Viele einladende Anlagen sind nur für langfristige Mieter oder Käufer vorgesehen. Hochwertige Resorts und Hotels reihen sich in loser Folge aneinander. An vielen einladenden Anlagen fahren wir vorbei, denn wir suchen etwas ganz Bestimmtes: einen Bungalow direkt am Strand.

Die perfekte Unterkunft in Khanom

Die Küstenstraße ist malerisch schön und verspricht versteckte Naturschönheiten. Ich gestehe, wir haben nichts davon erkundet. Der Grund dafür ist einfach. Weit im Süden von Khanom haben wir mit dem „Supar Royal Beach“-Resort ein derartig perfektes Domizil gefunden, dass wir den Strand nicht mehr verlassen.

Wenn wir wieder zurückkehren- und das werden wir –, erkunden wir auch die Umgebung. Versprochen.

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