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Shanghai, die hochmoderne Drachenkopf-Metropole

Für Shanghai gibt es viele Spitznamen. „Tor zur Welt“ wird es genannt, „Paris des Ostens“. Oder „Drachenkopf-Metropole“. Wenn man den tatsächlichen Namen der chinesischen Stadt übersetzt, kommt noch „Hinaus aufs Meer“ dazu. 

Pudong, Shanghais Wirtschaftsbezirk

Richtig begreifen kann man die Riesenstadt mit ihren 23 Millionen Einwohnern nicht. Denn Shanghai ist nicht nur eine Stadt, sondern eine kleine Provinz, die dank Landgewinnung am Fluss Jangtsekiang ständig wächst. Und boomt: Der Hafen der Stadt ist der größte Containerhafen der Welt, zudem ist Shanghai ein Zentrum der Textilindustrie. Besonders der Stadtteil Pudong, dessen Aufbau erst 1990 begonnen wurde, gilt als Wirtschafts-Bezirk Shanghais. Futuristische Wolkenkratzer stehen dicht nebeneinander. Darunter das Shanghai World Financial Center, das höchste Gebäude Chinas (492 Meter) und der Oriental Pearl Tower (468 Meter), in dessen Sockel ein Museum untergebracht ist, das die Geschichte Shanghais erzählt.

Die rasante Entwicklung der Stadt im Osten Chinas, die etwa 1225 Kilometer von Hongkong und 1068 von Beijing (Luftlinie) entfernt liegt, hat allerdings auch Schattenseiten. Sie heißen Smog, Lärm und Verschmutzung – Shanghai liegt auf der Liste der am stärksten von Luftverschmutzung betroffenen Städte auf dem vierten Platz. Den Ansturm der Chinesen konnte dies bisher nicht verringern, noch immer ist Shanghai so begehrt, dass die Stadt den Zuzug kontrolliert. Selbst Touristen, die mehr als drei Tage in der Stadt bleiben, müssen sich registrieren lassen und bekommen eine Aufenthaltsgenehmigung, die drei Monate gilt.

Chinesische Oper und Ritualmasken

Shanghai ist aber nicht nur eine boomende Wirtschaftsmetropole, sondern auch eine Kulturstadt mit vielen Angeboten. Etwa das Shanghai Grand Theater mit drei Aufführungsräumen, in denen neben Theaterstücken, Kammermusikaufführungen und Opern auch Aufführungen der Chinesischen Oper gezeigt werden. Das Shanghai Centre, in dem jeden Abend Shanghais Akrobaten auftreten und Kunststücke zeigen, die teilweise 1000 Jahre alt sind. Oder das Shanghai Museum, das chinesische Kunst und  Ritualmasken zeigt und in dem es regelmäßig Vorführungen von historischen Töpfertechniken gibt.

Wer durch Shanghai fährt, der stößt überall auf Tempel. Zwischen Wolkenkratzern wirken sie manchmal ein bisschen deplatziert – und gleichzeitig beruhigend, weil sie China so zeigen, wie man es als Mitteleuropäer irgendwie noch im Kopf hat.  Das kann man übrigens besonders gut im historischen Zentrum Shanghais sehen. Docht stehen noch alte, aufwändig verzierte Häuser, es gibt einen Basar und den berühmten Yuyuan-Garten, der 1559 angelegt wurde. 30 Pavillons und Seen gehören zu dem Garten, der eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Shanghais ist.  Das liegt auch daran, dass der Park eine er wenigen größeren öffentlichen Grünflächen der Stadt ist. Zu den besonders reizvollen Bauwerken der Stadt gehört auch die siebenstöckige Long-Hua-Pagode, die in der Song-Dynastie (960-1279) erbaut wurde.

Shoppen in der Straße Nanjing Lu

Im krassen Gegensatz dazu steht Nanjing Lu, die große Einkaufsstraße. Nachts flackert buntes Licht von zahllosen Leuchtreklametafeln. Der östliche Abschnitt der Straße, Nanjing-Dong, ist ein Paradies für Luxus-Shopper. Und an der Kreuzung zur Xizang-Straße lockt das Kaufhaus Nr. 1, das zweitgrößte des Landes.

Eine weitere wichtige Straße Shanghais ist übrigens der „Bund“, eine 2,6 Kilometer lange Uferpromenade, an der  zahllose Gebäude in unterschiedlichen Baustilen stehen, einige davon sind mehr als 100 Jahre alt. 33 bedeutsame Häuser gibt es am Bund – kein Wunder, dass die Straße eine der Attraktionen in Shanghai ist.

Wer sich in Shanghai vorwärtsbewegen möchte, der kann nicht nur die Metro benutzen, sondern auch mit dem Transrapid fahren, einer hochmodernen Magnetschwebebahn, der bis zu 431 Stundenkilometer schnell unterwegs ist.  Oder er lässt sich von einem Pferdefuhrwerk mitnehmen. In Shanghai ist alles möglich!

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