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Nairobi: Wirtschaft und wilde Natur

„Ich hatte eine Farm in Afrika, am Fuße der Ngong-Berge…“  Wer diesen Satz flüssig mitsprechen kann und sofort Bilder vor Augen hat, der sollte den Ort mal besuchen, den Karen Blixen in ihrem Roman „Afrika, dunkel lockende Welt“ beschrieb – und der durch den daraus entstandenen Kultfilm „Jenseits von Afrika“ weltberühmt wurde.

Dies hier ist keine Geschichte allein über Karen Blixen und das Museum, das es heute am Fuße der Ngong-Berge gibt. Aber weil das Bauwerk eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten von Nairobi und Umgebung ist, spielt es eine große Rolle.

Nairobi – eine der höchstgelegenen Städte Afrikas

Doch vorab ein kleiner Exkurs zu Nairobi. Kenias Hauptstadt, die nicht ganz auf der Mitte zwischen Mombasa und dem Victoriasee liegt, hat etwas über 2,7 Millionen Einwohner, liegt am gleichnamigen Fluss und ist eine der höchstgelegenen Städte Afrikas. Das macht sie, obwohl sie eigentlich in der tropischen Klimazone liegt, zu einer Stadt mit sehr angenehmen Temperaturen. Viel wärmer als 25 Grad wird es nicht in der Stadt, die ursprünglich ein Versorgungsdepot und Eisenbahnlager war, aber sehr schnell wuchs. Heute ist es das wirtschaftliche Zentrum Kenias.

Es gibt einige interessante Bauwerke in Nairobi. Das Nationalmuseum zum Beispiel, in dem man viel Spannendes über Afrikas Frühgeschichte erfährt, das Nationaltheater, der Hindu-Tempel und einige Moscheen. Wohnen kann man sehr edel im Tribe Hotel, das zu den Top-Designhotels gehört. Es ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur, die sich nur ein paar Kilometer entfernt ausbreitet.

Nationalpark vor den Toren der Stadt

Zu den Sehenswürdigkeiten des Großraums Nairobi gehört deshalb auch der Nairobi-Nationalpark, der nur sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. 120 Quadratkilometer misst das Schutzgebiet, in dem 80 Säugetier- und 500 Vogelarten leben. Löwen, Leoparden, Panther, Zebras, Büffel und Gazellen sind in dem eingezäunten Park zuhause, der übrigens der erste Nationalpark Kenias war (gegründet 1946). Mit der Masai Mara kann er allerdings schon in Sachen Größe nicht konkurrieren.

Näher kommt man den Tieren Afrikas zum Beispiel im Langata Giraffe Center, in dem man die langhalsigen Schönheiten sogar füttern darf. Auch im Tamimi Giraffe Manor 20 Kilometer von Nairobi entfernt dreht sich seit 1930 alles um Giraffen.

Daphne Sheldrick dagegen hat ihr Leben den Dickhäutern gewidmet. In der berühmten Aufzuchtstation für Elefanten und Nashörner im Nairobi Nationalpark ziehen die Biologin und ihre Mitarbeiter verwaiste oder kranke Tierkinder von Hand auf. Besucher sind willkommen – allerdings nur eine Stunde pro Tag.

Ein Museum für Karen Blixen

Und jetzt wird es Zeit für Karen Blixen und ihre Farm in Afrika. Mbogani wird das Haus genannt, das in Nairobis Vorort Karen steht. Die Schriftstellerin zog 1917 mit ihrem Mann ein und lebte dort nach dem Ende ihrer Ehe mit Denys Finch Hatton. Wie es ihr erging, erzählte sie in ihrem Roman, den dank der Verfilmung heute alle Welt kennt. Karen Blixen blieb bis 1931 in Nairobi und zog danach zurück in ihre Heimat  Dänemark.

Heute ist Mbogani ein Museum, in dem Möbel und Fotos der Schriftstellerin zu sehen sind. Das Haus ist so eingerichtet, als wäre Karen Blixen nur mal kurz vor die Tür gegangen – ein Kult-Ort für alle, die die Geschichte und den Film lieben. Geöffnet ist es täglich von 9.30 bis 18 Uhr.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Kenia.

Entdecker-Infos

Langata Giraffe Center: |http://giraffecenter.org/

Giraffe Manor: | http://giraffemanor.com/

Daphne Sheldricks Tier-Waisenhaus: |www.sheldrickwildlifetrust.org/

Karen-Blixen-Museum: | http://www.museums.or.ke/content/blogcategory/13/19/

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