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Mombasa – Tor zu Ostafrika

Vier riesengroße Stoßzähne sind das Wahrzeichen von Mombasa. „Tusks“ werden die Aluminiumbögen in der kenianischen Stadt genannt, die nicht zufällig so angeordnet sind, dass sie ein „M“ bilden. Wer die Bögen durchfährt, der weiß: Jetzt bin ich im Stadtzentrum von Mombasa.

Die etwa acht Meter hohen Tusks stehen seit 1956 an dieser Stelle in der Moi Avenue – aufgebaut wurden sie anlässlich eines Besuches von Prinzessin Margret. Sie sind das Symbol für Mombasas Rolle als Tor nach Ost- und Zentralafrika. Sie erinnern aber indirekt auch an die Zeit des Elfenbein- (und Sklaven-)handels, in der sich Mombasa zu einer bedeutenden Handelsstadt entwickelte. Heute ist das teilweise auf einer Insel gelegene Mombasa die größte Hafenstadt Kenias.

Mombasa – geprägt von Portugiesen und Arabern

Die Metropole hat schon viel erlebt. Gegründet wurde sie von Arabern, später kamen die Portugiesen, dann noch einmal die Araber und wieder die Portugiesen, danach waren es Omanen. Zeitweise gehörte Mombasa zum Sultanat Sansibar. Erst 1963 wurde Kenia und damit auch Mombasa unabhängig. Wer Mombasa besucht, sollte nicht vergessen, dass hier noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Sklavenhandel eine ganz normale Tätigkeit war.

An die Zeit der Portugiesen erinnert Fort Jesus, eine 1593 erbaute Festung, die den Hafen von Mombasa schützte und gleichzeitig eine Basis auf dem wichtigen Seeweg nach Indien war. Übrigens war das Bauwerk längst nicht immer portugiesisch – die  Kontrolle darüber wechselte mit der gleichen Regelmäßigkeit wie die Führung über die Stadt selbst. Zeitweise diente das Fort als Gefängnis, doch diese Zeiten sind vorbei: Heute ist das Fort Teil der kenianischen Nationalmuseen und steht seit 2011 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.

Eindrucksvolles Fort Jesus

Mit seinen mächtigen Mauern, Gräben und einschüchternden Kanonen wirkt Fort Jesus auch heute noch uneinnehmbar.  Aber es hat auch eine reizvolle Seite: der Saal des Mazrui etwa mit seinen steinernen Bänken, die geschnitzten Türen aus osmanischer Zeit oder die portugiesischen Gemälde, die ein bisschen an Graffiti erinnern. Im Museum sind Gegenstände zu sehen, die aus Schiffswracks geborgen wurden.  Zum Schmunzeln sind die Toilettenanlagen, die aus Löchern in der Wand bestehen.

Reizvoll ist die Altstadt von Mombasa mit ihren schönen arabischen Bauwerken aus dem 19. Jahrhundert, ihrem Gewirr aus Gassen und Plätzen und Details wie geschnitzten Türen. Auch der historische Dhau-Hafen, die vielen Moscheen (darunter eine von 1570) und einen indischen Hindu-Tempel.  In der Neustadt locken neben den Tusks die Boutiquen in der Moi Avenue und der Mwembe Tayari Market, auf dem man Gemüse, Gewürze und vieles mehr bekommt. Als Abstecher lockt Kilindini, der Hafen Mombasas, der seinen Namen (kilindini heißt tief) dem sehr tiefen Wasser an dieser Stelle verdankt.

Lieblingsziel der Touristen: die herrlichen Strände

Die meisten Touristen zieht es allerdings trotz aller Sehenswürdigkeiten Mombasas zu zwei Zielen: Nyali Beach und Shelly Beach, den beliebten Stränden rund um Mombasa, die mit schneeweißem Sand, Palmen und türkisfarbenem Wasser locken.

Hinweis: Bitte beachten Sie vor einer Reise nach Kenia die aktuellen Empfehlungen des Auswärtigen Amtes, die auch Hinweise zur Terrorismusgefahr beinhalten.

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